Veranstaltungsreihe eröffnet

So ehrt Miesbach starke Frauen aus Gegenwart und Vergangenheit

Auch in der Bücherei wurde die „Starke Frauen“-Ausstellung eröffnet, unter anderem mit Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (r.).
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Auch in der Bücherei wurde die „Starke Frauen“-Ausstellung eröffnet, unter anderem mit Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (r.).

Miesbach – Drei Ausstellungen widmen sich derzeit in Miesbach dem Thema "Starke Frauen". Und davon gibt es in der Kreisstadt mehr, als man auf den ersten Blick denkt.

Drei Ausstellungen auf einmal – die gibt es momentan zum Thema „Starke Frauen“ in Miesbach zu sehen. Vergangene Woche wurden nacheinander im Rathaus die Bild- und Textdokumentation „Miesbacher Politikerinnen“, in der Stadtbücherei die Ausstellung „Frauen machen Politik“ und im Waitzinger Keller die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ sowie die Bild- und Textdokumentation „Starke Frauen“ eröffnet.

Inge Jooß, Kreis- und Stadträtin, Integrationsbeauftragte, Kulturreferentin und Ideengeberin für diese Veranstaltungsreihe, eröffnete zusammen mit Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz die Ausstellungen. „Die Zahl der Frauen in den politischen Gremien werden eher weniger als mehr“, sagte Jooß.

Auch für die aktuellen Kommunalwahlen gibt es große Schwierigkeiten, Frauen zu gewinnen. „Und nicht, weil sie nicht fähig wären, sondern weil Frauen Familie und Beruf haben – eine Doppelbelastung“, sagte sie. „Frauen wählen immer noch keine Frauen“, bestätigte auch Bürgermeisterin Ingrid Pongratz.

Weitere Veranstaltungen der Reihe:

  • Freitag, 22. November, 19 Uhr: „Die Expedition“ – Autorenlesung mit Monika Bittl bei Das Buch am Markt, Eintritt 6 Euro.
  • Freitag, 22. November, 19.30 Uhr: Michael Pause im Gespräch mit Extrembergsteigerin Julia Schultz im Waitzinger Keller.
  • Donnerstag, 28. November, 20 Uhr: Biologin und Reiseschriftstellerin Carmen Rohrbach zeigt „Meine Hütte in Kanada“ im Waitzinger Keller, Eintritt 12 Euro.

Trotzdem hat sich in den vergangenen 100 Jahren einiges getan – und dies wird in Miesbach nun dargestellt: Im Rathaus werden Miesbacher Politikerinnen vorgestellt. Die Ausstellung in der Stadtbücherei beschäftigt sich mit dem Wahlrecht der Frau und mit dem, was Politikerinnen im Landtag alles erreichen konnten. Im Waitzinger Keller werden 22 Miesbacherinnen vorgestellt, die nicht im Rampenlicht stehen, aber das Wort „stark“ mit vielen Facetten ausfüllen. „Selbstständig, durchsetzungsfähig, Halt gebend, zuverlässig und konsequent“, beschrieb Inge Jooß diese Frauen. Ihr Appell: „Starke Frauen geben niemals auf!“ Drei kurze Theaterszenen von Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik mit dem Wahlfach „Theater“ beschrieben den Weg der Frau in die Gleichberechtigung eindrucksvoll und kurzweilig. Involviert in das Miesbacher Projekt sind neben Inge Jooß viele andere starke Frauen wie Archivarin Barbara Wank, Kulturamtsleiterin Isabella Krobisch, Regina Weber-Toepel, Lisa Braun-Schindler, Dagmar Herrmann, Gabriele Stadler, Sibylle Strack-Zimmermann, Marina Köpferl, Stadträtin Astrid Güldner und Sylvia Kaufmann.

Zu sehen sind die Ausstellungen bis 22. November zu den jeweiligen Öffnungszeiten von Rathaus, Stadtbücherei und vhs. jw

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