Sanierung der Eishalle

Crowdfunding-Aktion: Darum hofft der TEV Miesbach auf viele Spender

Die Miesbacher Eishalle muss dringend saniert werden.
+
Die Miesbacher Eishalle muss dringend saniert werden.

Miesbach – Es ist ein großer Schritt für den TEV Miesbach. Doch er ist notwendig. Um die Eishalle zu sanieren, sammelt der Verein nun Spenden mit einer Crowdfunding-Aktion.

Viele kleine Spender statt einem großen – so funktioniert Crowdfunding. Mit diesem Prinzip will die Raiffeisenbank im Oberland regionale Projekte unterstützen. An ihrer Crowdfunding-Kampagne "Viele schaffen mehr" nimmt jetzt auch der TEV Miesbach teil. Mit der energetischen Sanierung der vereinseigenen Eishalle soll der Energieverbrauch drastisch gesenkt und der CO2-Ausstoß verringert werden.

Es ist ein großer Schritt, den der TEV Miesbach macht. Die Sanierung seiner 1986 erbauten Eishalle kostet rund 590.000 Euro. Dabei ist der Verein auf finanzielle Hilfe angewiesen. Dass der TEV auf Spenden angewiesen ist, ist nicht das erste Mal in den vergangenen Jahren. So musste unter anderem 2014 die Dachkonstruktion saniert und 2016 beim Brandschutz nachgebessert werden.

Auslöser für die aktuelle Sanierung sind die Energiekosten, die kontinuierlich steigen. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Kosten verdoppelt. Derzeit liegt der energetische Unterhalt bei knapp 100.000 Euro pro Jahr.

In mehreren Bauabschnitten soll die Sanierung erfolgen. Bereits abgeschlossen ist die Umrüstung der veralteten Lichttechnik auf moderne LED-Beleuchtung. Im Anschluss werden die sanitären Anlagen und die überalterte Heizzentrale im Norden komplett erneuert. Die extrem energieintensive, elektrisch regenerierte Sorptionstrocknung der Holzhalle wird durch eine Sorptionstrocknung mit Regeneration aus der Abwärme des Kälteprozesses für die Eisbereitung ersetzt. Ebenfalls werden die ineffiziente Heizzentrale und Warmwasserbereitung sowie die sanitären Anlagen im Süden erneuert. Abschließend werden alle energetischen Systeme im Stadion komplett automatisiert.

Der Verein fokussiert sich dabei auf die Verringerung des CO2-Ausstoßes. 150 Tonnen Kohlendioxid sollen pro Jahr gespart werden. Das Gesamtvolumen liegt bei 590.000 Euro, von denen der TEV 260.000 Euro stemmen muss. Zuschüsse von Bund und Land decken 330.000 Euro. Die Stadt hat mit 160.000 Euro Jahreszuschuss den Grundstein gelegt. Den Rest sollen Spendenaktionen wie das Crowdfunding bei der Raiffeisenbank bringen.

Und so funktioniert es:

Auf der Homepage der Raiffeisenbank findet man unter dem Link oberlandbank.viele-schaffen-mehr.de/eissporthalle-miesbach das Projekt. Innerhalb von zwei Wochen muss der TEV Miesbach 100 Fans erreichen, welche sich auf der Homepage eintragen. Erreicht das Projekt nicht die geforderte Fanbasis, scheidet das Vorhaben aus.

Anschließend müssen in einer dreimonatigen Finanzierungsphase genug Geldgeber gefunden werden, um das Spendenziel von 15.000 Euro zu erreichen. Sollte dieser Betrag nicht erreicht werden, bekommen alle Spender ihr Geld zurück. Wer sich zuvor als Fan registriert hat, muss übrigens nicht zwangsläufig auch als Spender auftreten.

Auch die Raiffeisenbank im Oberland beteiligt sich mit bis zu 2.500 Euro pro Projekt. Alle Spender, die 100 Euro oder mehr spenden, bekommen vom TEV Miesbach ein besonderes Dankeschön. ksl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unfall auf der B318 bei Marschall und herrenlose Schildkröte in Föching
Unfall auf der B318 bei Marschall und herrenlose Schildkröte in Föching
Hühnerhof Schliersee soll um 14 Ferienwohnungen erweitert werden
Hühnerhof Schliersee soll um 14 Ferienwohnungen erweitert werden
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Testzentrum zieht um
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Testzentrum zieht um

Kommentare