Ochs, Hendl und Enten in Miesbach

Mehr benötigt als gedacht: So kam das Volksfest to go an

Großer Andrang herrschte, als die Stadt am Montag 1.292 Senioren  auf ein Hendl einlud. Das freute auch (v.l.) Bürgermeister Gerhard Braunmiller, Stellvertreterin Astrid Güldner, Festwirt Anian Kurz, Sozialreferentin Hedwig Schmid sowie Dritter Bürgermeister Franz Mayer und Haberer-Vorstand Hans Weiß.
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Großer Andrang herrschte, als die Stadt am Montag 1.292 Senioren  auf ein Hendl einlud. Das freute auch (v.l.) Bürgermeister Gerhard Braunmiller, Stellvertreterin Astrid Güldner, Festwirt Anian Kurz, Sozialreferentin Hedwig Schmid sowie Dritter Bürgermeister Franz Mayer und Haberer-Vorstand Hans Weiß.

Miesbach – Volks- und Habererfest sind in diesem Jahr corona-bedingt zum ersten Mal kombiniert worden. Statt gemütlichem Beisammensein gab es die Klassiker to go.

Das Volksfest to go hatte heuer an vier Tagen Premiere – und es war ein Riesenerfolg. Die Miesbacher nutzten gerne die Möglichkeit, sich die Schmankerl nach Hause zu holen. Besonders der Ochs am Spieß war der Renner. Ebenso natürlich die Ant‘n der Haberer, die auch ihr Schupfenfest einen Tag lang to go veranstalteten.

Der Seniorennachmittag mit Gratis-Hendln für die älteren Mitbürger kam, was die ausgegebene Menge angeht, sogar besser an als das beim normalen Volksfest der Fall ist. Zudem durften sich die Bewohner der Seniorenheime und die dortigen Mitarbeiter über einen besonderen Service freuen. Wirt Anian Kurz, der das Volksfest to go organisierte, war bei seinem Resümee durchweg angetan.

„Wir haben an allen Tagen mehr benötigt als gedacht“, erklärt er. Bereits am Freitag (17. Juli) ging es top los: 110 Vorbestellungen gab es für die Haberer-Ant‘n. Weitere 40 – und somit alle – gingen schnell im Abendverkauf über die Theke.

Yvonne und Anian Kurz sind mehr als zufrieden mit dem Volksfest to go.

Noch beeindruckender gestaltete sich die Nachfrage beim Ochs am Spieß. 240 Kilogramm wog er, wurde von fünf Mann gehoben und dann per Flaschenzug in den nagelneuen Grill gehievt. Frühmorgens um 5 Uhr wurde letzterer angeworfen – für den Verkauf ab Mittag. Schon am Samstagabend waren die letzten Portionen weg.

Für den Sonntag organisierte Anian Kurz extra noch einen 90-Kilo-Ochsenhax und weitere Teile. Am frühen Nachmittag war alles schon wieder komplett nachgefragt. Sehr zur Freude des Wirts, der den Ochsengrill beim Volksfest to go zum ersten Mal benutzte. Eigentlich wäre er heuer für zwölf Termine gebucht gewesen. Corona machte die Pläne jedoch zunichte. Durch den Erfolg in Miesbach bestärkt, denkt Kurz aber, dass es weitere Anfragen geben könnte.

Am Montag erfreute die Stadt die Senioren mit den von ihr gesponserten Gratishendln. Eine Halbe gab es zudem seitens der Brauerei Hopf dazu. „Es waren um einige Hendl mehr als sonst“, stellte Kurz fest. Vielleicht auch durch die beim normalen Volksfest nicht gegebene Abholmöglichkeit. Heuer konnten ältere Bürger einfach einen Vertreter vorbeischicken, der ihnen das Präsent der Stadt nach Hause brachte. Sicherlich ein Vorteil für Menschen mit schlechterer Mobilität.

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Einen besonderen Service gab es auch für die Miesbacher Seniorenheime am Dienstag und Mittwoch: Anian Kurz und sein Team kamen an einem Tag zur AWO, am anderen zum Vitanas. Mit dabei: Der Grill für die frische Zubereitung der Hendl, die dann an die Bewohner verteilt wurden. Und auch die Teams der Heime durften sich freuen: Die Haberer spendierten Hendl für die Mitarbeiter – als Dankeschön für deren großen Einsatz in Corona-Zeiten. „Damit‘s a wos Guads ham“, erklärt Kurz die schöne Geste.

Von allen Festtagen ist der Wirt begeistert. Das Abholkonzept ging perfekt auf. Die derzeit geltenden Hygienevorschriften wurden seitens der Besucher äußerst gesittet eingehalten. Die Zusammenarbeit mit den Haberern habe sehr gut funktioniert. „Und es war schee, weil vui Leid kemma san“, freut sich Kurz.

Für das kommende Jahr hofft er wieder auf ein traditionelles Volksfest und für die Haberer auf deren bekanntes dreitägiges Schupfenfest. Sollten sich die Situation und die nötigen Einschränkungen nicht verändern, war die erfolgreiche Premiere heuer der Probelauf. „Dann auf jeden Fall wieder ein Volksfest to go – das finden auch die Haberer“, sagt Anian Kurz. maf

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