Waitzinger Keller präsentiert Programm

Kultur und viel Lächeln für Miesbach

Isabella Krobisch, Gerhard Braunmiller und Barbara Gerbl im Waitzinger Keller.
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Isabella Krobisch (l.) und Bürgermeister Gerhard Braunmiller präsentierten das Programm des Waitznger Kellers. Kulturpädagogin Barbara Gerbl bringt das „Lächeln“ in die Stadt.

Miesbach – Die Corona-Pause ist vorbei. Der Waitzinger Keller startet mit seinem Herbstprogramm. Am Freitag geht‘s los. Eine Kunstaktion sorgt für zusätzliche Freude.

Ein halbes Jahr lang war der Saal des Waitzinger Kellers verwaist, Corona und seine Folgen hatten alle geplanten Veranstaltungen unmöglich gemacht. Doch jetzt wagen Isabella Krobisch und ihr Team einen Neustart. Anstelle von größeren Veranstaltungen bietet das Kulturzentrum in Miesbach ab Oktober kleine, feine Formate an. Im Rahmen eines Pressegesprächs stellten Krobisch und Bürgermeister Gerhard Braunmiller vor Kurzem das neue Programm vor.

„Die Besucher müssen auf fast nichts verzichten“, verspricht Krobisch. Das neue Programm umfasst Konzerte, Kabarett und Theateraufführungen ebenso wie Ausstellungen und Vorträge. Natürlich gilt dabei das Hygiene- und Sicherheitskonzept. So bleibt etwa die Garderobe geschlossen.

Musikalisch machen die „Neurosenheimer“ am Freitag, 16. Oktober, um 20 Uhr den Auftakt mit ihrem Konzert „Tankstell fürs Leben“. Im November macht Claudia Koreck mit ihrem neuen Album „Auf die Freiheit“ auf ihrer Tournee Station im Waitzinger Keller, erstmals begleitet von ihrem Mann Gunnar Graewert.

Auch das Theater kommt nicht zu kurz: Das Freie Landestheater Bayern ist an drei Abenden vertreten mit den musikalischen Stücken „Liebe 3x anders“ und „Die ganze Welt ist himmelblau – Von der Ehe und anderen Übeln“ sowie den „Musikalischen Pralinés“, einem Konzertpotpourri aus Melodien von der Renaissance bis zur Moderne. Die Aufführungen beginnen bereits um 18 und 19 Uhr, um Familien und Großeltern mit Kindern den Besuch zeitlich zu ermöglichen. In Kooperation mit dem Fools-Theater in Holzkirchen werden außerdem zwei Theaterstücke präsentiert: „Hallelujah“, ein Stück vom Himmel aus Bayern und „Du spinnst wohl!“, eine ungewöhnliche Adventsgeschichte für Kinder ab fünf Jahren.

Kabarettistisch wird es dann mit den aktuellen Programmen von Stephan Zinner, Helmuth A. Binser und Stefan Kröll: „Raritäten“, „Löwenzahn“ und „Goldrausch 2.0“. Auch das KellerBrettl, die Plattform für regionale Kleinkunst, hat seinen Platz ab jetzt auf der Bühne im Saal.

Im Vortragsprogramm wird unter anderem die Rolle der Frau im Islam beleuchtet werden und das Thema Flüchtlingsrettung im Mittelmeer. Auch Vorträge der Weltreisenden Carmen Rohrbach und eine Multivisionsshow des Abenteurers Mario Goldstein unter dem Titel „Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ anlässlich 30 Jahren Wiedervereinigung sind geplant. Und der Miesbacher Fotograf Hans-Günther Kaufmann zeigt unter dem Motto „Die Sehnsucht nach dem Ursprung ist die Sehnsucht nach dem Anfang“ seine Bilder und kommentiert sie mit eigenen Betrachtungen.

Zwei Ausstellungen runden das neue Programm ab. Zum einen sind es die Deepsky-Fotografien von Manfred Hechenberger, die Sterne, Galaxien und den Nachthimmel zeigen. Ab Mitte November werden sie an den Glasfronten der Nord- und Ostseite gezeigt und bei Dunkelheit aufwändig beleuchtet, um besonders gut zur Geltung zu kommen. Eine zweite Ausstellung zeigt ab 12. November handgeschnitzte Theaterpuppen, die zusätzlich in zwei Aufführungen zu sehen sein werden.

Ein spezielles Projekt bringt schließlich Kulturpädagogin Barbara Gerbl in der ganzen Kreisstadt ein. Es trägt das Motto „Ich schenke dir mein Lächeln“. Der Gedanke dahinter: In Corona-Zeiten trägt jeder Mensch eine Maske, die das Gesicht verdeckt. Lebendige Mimik ist dadurch nicht mehr zu sehen, und auch kein Lächeln mehr. Deshalb hat Gerbl beschlossen, das Lächeln in die Stadt zurückzuholen. Sie hat alle Kindergärten und Schulen Miesbachs kontaktiert und Jüngere wie Ältere motiviert, ein Selbstportrait von sich zu malen. Die Idee wurde ein großer Erfolg. Über 800 Gesichter sind schon entstanden, zwar nicht immer mit einem Lächeln, aber in jedem Falle individuell und ohne Maske. Die Bilder sollen ab Ende Oktober als großformatige Banner in ganz Miesbach Fassaden, Brückengeländer und andere Flächen schmücken. „Das wird noch eine spannende Geschichte, wo wir die Bilder platzieren“, meint Gerbl lachend. Bürgermeister Braunmiller versprach unbürokratische Unterstützung seitens der Stadt. ger

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