Ruhiger Start

Nach Corona-Zwangspause: So geht es im Waitzinger Keller wieder los

Zahlreiche Veranstaltungen im Waitzinger Keller in Miesbach konnten verschoben werden, andere mussten ausfallen.
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Zahlreiche Veranstaltungen im Waitzinger Keller in Miesbach konnten verschoben werden, andere mussten ausfallen.

Miesbach – Ein eher ruhiger Re-Start wird es nach der Corona-Zwangspause im Waitzinger Keller in Miesbach werden.

Langsam läuft das öffentliche Leben nach den Corona-Beschränkungen wieder an. Auch die Kulturhäuser in der Region dürfen mittlerweile wieder den Betrieb aufnehmen. So auch der Waitzinger Keller in Miesbach, wo das Team jedoch eher ruhiger starten wird.

„Wir sehnen unser Publikum herbei, aber der Veranstaltungsgenuss soll durch möglichst wenig Gebote und Verbote beeinträchtigt werden“, sagt Leiterin Isabella Krobisch. „Deshalb ist unser Neustart für September geplant.“ Welche Vorschriften dann gelten, ist derzeit noch nicht bekannt. Diese hängen auch davon ab, wie sich die Corona-Situation entwickelt. Momentan ist der Landkreis Miesbach seit etwa drei Wochen corona-frei, also ohne Neuinfektionen. „Im Stillen hoffe ich jedoch auf zumindest 200 zugelassene Besucher im Saal“, sagt die Leiterin des Waitzinger Kellers. „Bis dahin finden bei uns lediglich Prüfungen, Seminare im kleinen Kreis und Stadtratssitzungen statt. Für die gebotenen Abstände eignet sich der Saal gut.“

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Am 5. März ist auch im Landkreis Miesbach der erste Corona-Fall bekannt geworden. Kurze Zeit später, am 21. März, sind bayernweit strenge Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Daraufhin haben auch alle öffentlichen Institutionen, Gaststätten, Hotels und viele Geschäfte schließen müssen. Auch der Waitzinger Keller ist seit März geschlossen. Es haben etwa 40 Veranstaltungen nicht stattgefunden, 18 Veranstaltungen konnten verschoben werden. Diverse Vorhaben kamen nicht mehr zur Ausführung. „Wir mussten rund 900 Kartenkäufe mit einem beträchtlichen Verwaltungsaufwand rückabwickeln“, erklärt Isabella Krobisch. „Aber damit blieben wir zumindest noch einige Zeit mit unseren Kunden in Verbindung. Danach haben wir die Zeit für Renovierungen genutzt, ein neues Beschilderungssystem angebracht, Wartungen durchgeführt und begonnen, unser Herbstprogramm zu erstellen.“

Immerhin etwas in dieser schwierigen Zeit, die vor allem auch die Kultur- und Kunstszene hart trifft. Wie groß der finanzielle Schaden sein wird, den die Corona-Krise alleine beim Waitzinger Keller anrichtet, ist noch offen. „Die Mindereinnahmen stehen erst am Jahresende fest“, sagt die Leiterin. „Es wäre ja gut möglich, dass wir durch die vielen Verschiebetermine zumindest einen Teil der Verluste wieder wettmachen.“ Bereits heute stehe jedoch fest, dass die Gastronomie am meisten unter der Situation gelitten hat. Nicht nur das Restaurant „Culinaria“ musste wochenlang geschlossen werden, auch das komplette Catering für die Veranstaltungen ist weggefallen.

Doch damit noch nicht genug: „Mindestens ebenso hohe Verluste haben alle Künstler und Ensembles erlitten, die bei uns aufgetreten wären“, erläutert Isabella Krobisch. „Ausgerechnet das Freie Landestheater Bayern, das seinen Stammsitz bei uns hat und heuer mit ,Anatevka‘ brilliert hätte, ist aufgrund seiner Ensemblegröße am allerlängsten von allen Auftrittsmöglichkeiten ausgeschlossen. Das ist sehr bitter, wenn man an die vielen freischaffenden Künstler denkt, denen die Existenzgrundlage entzogen wurde.“ Die Premiere des Stücks „Anatevka“ ist nun auf Freitag, 20. November, verschoben. Weitere Informationen zu den neuen Terminen gibt es unter www.waitzinger-keller.de. ksl

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