In der Riviera geht es weiter

ALB in Miesbach: Wegen neuer Funde müssen noch mehr Bäume fallen

Die Fällarbeiten im Waitzinger Park in Miesbach dauern noch an.
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Die Fällarbeiten im Waitzinger Park in Miesbach dauern noch an.

Miesbach – Nachdem neue Eier und Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) in Miesbach gefunden worden sind, müssen weitere Bäume fallen.

Im Südosten und im Nordwesten müssen weitere Bäume weg. Weil im Zuge der derzeit laufenden Fällarbeiten in Miesbach weitere Eier und Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) gefunden wurden, wird die Fällzone in diese beiden Richtungen ausgedehnt.

Ingrid Pongratz hatte in ihrer letzten Stadtratssitzung als Bürgermeisterin bereits bekanntgegeben, dass es auch im Bereich der Riviera Funde gab. Zuvor war schon in einem Ahorn im Bereich von Harztal- und Brecherspitzstraße eine ALB-Larve gefunden worden. Wie die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mitteilt, werden die weiteren Fällungen im Nordwesten auf zusätzlichen rund 3.000 Quadratmetern im Anschluss an die zurzeit laufende Maßnahme durchgeführt.

Innerhalb der Riviera werden voraussichtlich ab Montag (4. Mai) laut LfL rund 70 bis 80 weitere spezifizierte Laubgehölze entnommen. Auch auf Flächen des Amtsgerichts wird gefällt. „Die unmittelbaren Anschlussarbeiten beschleunigen das weitere Vorgehen und sorgen dafür, dass die Riviera zügig wieder hergerichtet werden kann“, heißt es in einer Mitteilung der LfL. In dieser Woche sollen auch die Arbeiten im Waitzinger Park, die ursprünglich als letzte geplant gewesen waren, abgeschlossen werden. Dort dürfen immerhin 20 Linden stehen bleiben, die Stadt hatte für sie eine Ausnahmegenehmigung erreicht.

Den bisherigen Verlauf der Arbeiten lobte bereits Michael Lechner (FWG), Anlagenreferent der Stadt. Auch die LfL ist sehr zufrieden: „Bis Ende April war das Wetter so, dass effektiv und mit minimalen Flurschäden gearbeitet werden konnte.“ Die Behörde lobt auch die optimale Unterstützung durch die Mitarbeiter der Stadt Miesbach sowie die „sehr gute Zusammenarbeit mit dem AELF Holzkirchen, den drei beauftragten Firmen und den externen Hundeführer-Teams“. Detaillierte Ergebnisse der gesamten Fäll­aktion wird die LfL nach Abschluss präsentieren. Es laufen auch noch Untersuchungen von Holzproben im Freisinger Quarantänelabor.

Wie die LfL weiter mitteilt, wurden für den Artenschutz ein Krähennest in einer Linde mit einer Drohne auf Eier oder Jungvögel kontrolliert, Nistkästen umgehängt, neue aufgehängt und Bäume mit belegten Nestern bis zum Flüggewerden der Jungvögel zurückgestellt. ft

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