Mehr Busse ab Sommer

So sieht der erste Schritt für besseren ÖPNV im Landkreis aus

Im Nahverkehrsplan für den Landkreis sind auch bessere Busverbindungen vorgesehen. Im Sommer erfolgt der erste Schritt.
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Im Nahverkehrsplan für den Landkreis sind auch bessere Busverbindungen vorgesehen. Im Sommer erfolgt der erste Schritt.

Miesbach – Mehr Busse soll es ab Sommer geben. So sieht der erste Schritt im Nahverkehrsplan aus, den der Wirtschaftsausschuss des Landkreis Miesbach jüngst beschlossen hat.

Schon ab diesem Sommer sollen im Landkreis Miesbach mehr Busse fahren. Es ist der erste Schritt zur Umsetzung des Nahverkehrsplans, den sich der Landkreis vorgenommen – und Ende vergangenen Jahres beschlossen – hat. Der Fokus liegt zunächst auf den touristischen Achsen. Mehr Busse sollen deshalb fürs Erste zum Spitzingsee und nach Wildbad Kreuth fahren.

Durch diese Maßnahme soll die Anbindung der Züge besser werden. Denn in diesem Jahr wird die Bayerische Oberlandbahn mit neuen Lint-Zügen auch die Zwischentakte stärken. Und da fehlt momentan häufig der Busanschluss. Damit Fahrgäste nicht am Bahnhof sitzen bleiben, sollen eben mehr Busse auf den Linien 9562 von Schliersee zum Spitzingsee und 9556 von Tegernsee nach Wildbad Kreuth fahren und gegebenenfalls die Ringlinie B 9559 von Gmund über Bad Wiessee. „Damit wir uns den Richtwerten annähern“, sagte Peter Schiffmann, zuständiger Fachbereichsleiter am Landratsamt, und machte klar, dass die Zeit dränge. Der Kreis-Wirtschaftsausschuss folgte der Empfehlung und beschloss die Maßnahme einstimmig.

Der Takt soll zunächst in den Stoßzeiten zwischen 9 und 16 oder 17 Uhr mit Schwerpunkt auf den Sommermonaten erhöht werden. Für dieses Jahr rechnet Schiffmann mit Kosten in Höhe von etwa 42.000 Euro, für ein ganzes Jahr dann mit 93.000 Euro. Somit werde das zur Verfügung stehende Budget in Höhe von 150.000 Euro nicht ausgeschöpft.

Bei der Vergabe sei es wichtig, nicht über die Grenze von 50.000 Kilometern je Linie zu kommen, sonst müsse öffentlich ausgeschrieben werden, was die Verstärkungen deutlich verzögern würde. So sei eine Vergabe an den aktuellen Anbieter bis zum Ende der Laufzeit jeweiligen Konzession möglich.

Wegen der komplexen Rahmenbedingungen holt sich der Landkreis zur Beratung und Klärung aller rechtlicher Vorgaben das bereits für den Nahverkehrsplan beauftragte Büro Gevas Humberg & Partner über eine Rahmenvertrag ins Boot. Auch dem hat der Wirtschaftsausschuss zugestimmt. Eine neue Vereinbarung mit dem Markt Holzkirchen zum Betrieb und zur Ausweitung des Ortsbusangebots ist ebenfalls nötig. Zudem wird eine Taktverdichtung auf der Ringlinie Schlierach-/Leitzachtal vorbereitet.

Zu den Plänen gab es von allen Fraktionen Lob, nach einigen Kreisräten dürfte es mit dem Ausbau des ÖPNV noch schneller gehen. „Die Umsetzung des Nahverkehrs­plans muss in den nächsten Jahren oberste Priorität haben“, sagte Jens Zangenfeind (FWG). Dabei solle flexibel auf Veränderungen reagiert werden.

Landrat Wolfgang Rzehak machte deutlich, dass nicht alle Versäumnisse der Vergangenheit auf einmal behoben werden könnten. Die Verbindung zur Sutten und vom Tegernseer Tal nach Osten zum Krankenhaus ebenfalls zu stärken, regte Anastasia Stadler (CSU) an. Schiffmann erklärte, die Priorität der Maßnahmen habe der Kreistag festgelegt und nach dieser Reihenfolge werde der Plan umgesetzt. Außerdem ist die Umsetzung auch davon abhängig, was die RVO überhaupt leisten könne. ft

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