Kommunalwahl 2020

Hauchdünne Überraschung und deftige Klatsche: Die Ergebnisse der Stichwahlen

Sie haben bei der Stichwahl gewonnen: Olaf von Löwis (M.) ist neuer Landrat. Robert Kühn (l.v.o.), Christoph Schmid und Bernhard Schäfer sind Bürgermeister in Bad Wiessee, Holzkirchen und Valley sowie Gerhard Braunmiller (r.v.o.), Michael Falkenhahn und Norbert Kerkel in Miesbach, Otterfing und Waakirchen.
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Sie haben bei der Stichwahl gewonnen: Olaf von Löwis (M.) ist neuer Landrat. Robert Kühn (l.v.o.), Christoph Schmid und Bernhard Schäfer sind Bürgermeister in Bad Wiessee, Holzkirchen und Valley sowie Gerhard Braunmiller (r.v.o.), Michael Falkenhahn und Norbert Kerkel in Miesbach, Otterfing und Waakirchen.

Landkreis – Am Sonntag wurde im Landkreis ein neuer Landrat sowie in Miesbach, Bad Wiessee, Holzkirchen, Otterfing, Valley und Waakirchen ein neuer Bürgermeister mittels Stichwahl bestimmt. Hier die Ergebnisse:

Die Stichwahlen im Landkreis Miesbach am Sonntag (29. März) haben eines gezeigt: Es ist alles möglich. Von der deftigen Niederlage eines Amtsinhabers bis zur dicken Überraschung. Letztere gab es in Bad Wiessee, wo der zunächst deutlich in Front gelegene Kandidat am Ende ganz knapp unterlag. Genau umgekehrt war es auf Kreisebene. Da setzte sich Herausforderer Olaf von Löwis durch. Er hatte schon bei der ersten Wahl die meisten Stimmen erhalten, am Sonntag hatte Landrat Wolfgang Rzehak dann überhaupt keine Chance.

Neben dem Landrat fiel die Entscheidung bei der Stichwahl auch noch in sechs Gemeinden darüber, wer künftig auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen darf. Während zuvor in vielen Kommunalparlamenten die SPD als Verlierer aus der Wahl hervorgegangen war, stellt sie jetzt plötzlich zwei Bürgermeister – zuletzt gab es keinen SPD-Rathauschef im Landkreis. In Otterfing setzte sich Michael Falkenhahn mit 53,44 Prozent gegen CSU-Kontrahent Robert Schüßlbauer durch.

Und Robert Kühn machte in Bad Wiessee die große Überraschung perfekt: Der 37-Jährige setzte sich mit 50,35 Prozent der Stimmen gegen Florian Sareiter durch, der zwei Wochen zuvor noch mit großem Abstand – gut 43 Prozent bei drei Kandidaten – geführt hatte. Gerade einmal 19 Stimmen mehr erhielt Kühn bei seinem Erfolg am Sonntag. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,36 Prozent.

In Miesbach hingegen gelang Walter Fraunhofer die Aufholjagd nicht. Zwar wurde es noch ziemlich knapp, am Ende gewann aber doch CSU-Kandidat Gerhard Braunmiller, der bereits im ersten Wahlgang in Front gelegen hatte. Braunmiller erhielt bei einer Wahlbeteiligung von 66,48 Prozent 3.065 Stimmen. Der parteilose Fraunhofer, der für SPD und FWG angetreten war, kam auf 2.854 Stimmen (48,22 Prozent).

In Holzkirchen durfte sich ebenfalls der CSU-Kandidat gratulieren lassen: Christoph Schmid holte 4.919 Stimmen (56,45 Prozent). Robert Wiechmann (Grüne) kam auf 43,55 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,02 Prozent.

Besonders groß war diese in Valley, wo 77,16 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. Davon holte Bernhard Schäfer (FWG) 52,87 Prozent und setzte sich gegen Anton Huber (CSU, 47,13 Prozent) durch. Auch in Waakirchen gewann der FWG-Kandidat, Kreisvorsitzender Norbert Kerkel, die Stichwahl. Er verbuchte 54,30 Prozent, Rudi Reber (ABV) kam auf 45,70 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit über 74 Prozent auch dort recht groß.

Für die Grünen endete die Stichwahl äußerst bitter: Neben Wiechmanns Niederlage in Holzkirchen war vor allem Landrat Rzehaks Ergebnis eine deftige Klatsche. Als Amtsinhaber kam er auf nur 34,59 Prozent (17.906 Stimmen). Olaf von Löwis of Menar, bisher Holzkirchner Bürgermeister, holte mit 33.859 Stimmen (65,41 Prozent) den Miesbacher Landratsposten für die CSU zurück. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,29 Prozent. ft

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