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Drogen und Alkohol: Miesbacher randaliert und attackiert Polizisten

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Von: Fridolin Thanner

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Blaulicht
Die Miesbacher Polizei war am Dienstagabend in Miesbach stark gefordert. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Miesbach – Ein Vermisster und ein Randalierer haben am Dienstagabend (18. Oktober) die Miesbacher Polizei schwer beschäftigt. In beiden Fällen waren Alkohol und Drogen im Spiel.

Wie die Polizei berichtet, ging ein Notruf gegen 19 Uhr bei der Polizei ein. Eine besorgte Anwohnerin aus Miesbach meldete einen 27-Jährigen, der in der Nachbarschaft unter Alkohol- und Drogeneinfluss lautstark randalierte. Zu der Zeit war die hiesige Polizeiinspektion schon unter anderem mit einer Vermisstensuche eines ebenfalls unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehenden 19-jährigen Haushamers eingebunden. „Die Angehörigen des Heranwachsenden befürchteten, dass er sich aufgrund seiner Drogensucht selbst gefährden könnte“, teilt die Polizei mit.

Es wurden für den neuen Einsatz weitere Polizeikräfte hinzugezogen. Noch bevor sie Kontakt zu dem 27-Jährigen aufnehmen konnten, trat er aus seiner Wohnung, bedrohte die Beamten und schlug nach ihnen. „Der Randalierer betonte, er wolle die Beamten abstechen“, berichtet die Polizei.

Als die Polizisten den Mann festnahmen, leistet er laut Bericht „massiven körperlichen Widerstand“. Genutzt hat das natürlich nichts, er wurde überwältigt und gefesselt. Allerdings trugen drei der vier eingesetzten Polizeibeamten leichte Verletzungen davon, sie blieben jedoch dienstfähig.

„Da sich der Miesbacher nicht beruhigen ließ und der Verdacht einer durch Cannabis und Alkohol induzierten Psychose bestand, wurde er in einer Klinik im Landkreis untergebracht“, berichtet die Polizei weiter. Beim Miesbacher stellten die Beamten eine geringe Menge Betäubungsmittel sicher.

In seiner Wohnung fanden sie zudem mehrere Samurai-Schwerter, Wurfmesser und Wurfsterne, geschliffen und griffbereit, an der Wand. Letztere sind nach dem Waffengesetz verboten. Den 27-Jährigen erwarten nun mehrere Strafverfahren: wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Polizeibeamte, Bedrohung, Beleidigung sowie Ermittlungsverfahren nach dem Waffengesetz und dem Betäubungsmittelgesetz.

Der eingangs erwähnte Haushamer konnte ebenfalls wohlbehalten aufgefunden und einer entsprechenden Klinik zugeführt werden.

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