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Landkreis-Grüne: Gerhard Waas und Elisabeth Janner treten bei Wahlen 2023 an

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Gerhard Waas Elisabeth Janner
Mit Gerhard Waas und Elisabeth Janner gehen die Landkreisgrünen in den Landtags- und Bezirkstagswahlkampf 2023. © Hacker

Warngau – Der Kreisverband Miesbach der Grünen hat Gerhard Waas und Elisabeth Janner als Kandidaten für den Bezirks- und Landtag 2023 des Stimmkreises 121 bestimmt.

Der Kreisverband Miesbach der Grünen bat jüngst seine Basis zur Aufstellungsversammlung der Kandidaten für den Bezirks- und Landtag 2023 des Stimmkreises 121.

Während sich für den Bezirkstag nur Elisabeth Janner (64) zur Wahl stellte und einstimmig gewählt wurde, präsentierten sich als Landtagskandidaten der Musiker und Kulturmanager Thomas Tomaschek (46) aus Rottach-Egern sowie der Schlierseer Gerhard Waas (59). Mit seiner bodenständigen Ansprache traf dann Waas wohl eher das grüne Herz und entschied die Abstimmung mit 53 zu 36 Stimmen für sich.

Weil in Berlin Sitzungswoche war, musste der wohl prominenteste Landkreisgrüne und Bundestagsabgeordnete Karl Bär passen. Um die Versammlung dennoch auf einen erfolgreichen Wahlkampf einzustimmen, schickte Bär ein ziemlich verwackeltes Selfie-Video, in dem er unter anderem Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck lobte und meinte, wie „krass“ es sei, was dessen Ministerium trotz aller unberechtigter Angriffe alles voranbringe: „Und jetzt stellt euch vor, das gelingt uns auch in Bayern.“

So motiviert stellten sich dann die Bewerber ihren Wählern. Wobei der Holzkirchner Gemeinderat Robert Wiechmann mit einem Seitenhieb auf die vorangegangene CSU-Veranstaltung in einer persönlichen Anmerkung vorwegschickte: „Ich bin froh, einer Partei anzugehören, bei der ich eine Wahl habe.“

Die Wahlleitung übernahm der Landtagsabgeordnete Benni Adjei, der dem Landkreis Miesbach von den Landtagsgrünen als Betreuungsabgeordneter zugeordnet wurde, aber im Verlauf des Abends streckenweise darauf ziemlich schlecht vorbereitet wirkte. Allein bei der stockenden Erklärung der Wahlprozedere kamen ihm wohl selbst Zweifel: „Gibt es Fragen zu den Fragen?“ Die gab es nicht, wohl aber Verwirrung, wer denn nun seine Fragezettelchen an die Kandidaten wann in welche Box werfen darf: Mehrfach und fast mantraartig wiederholten Adjei und die Kreisvorsitzende Stephanie Eikerling: „Die Frauen werfen ihre Fragen bitte in die Frauenbox, alle anderen Personen in die zweite Box, in die aber auch die Frauen ihre Zettel werden dürfen.“

Förster Waas als „Gesicht der bayerischen Grünen“

Während Tomaschek, die von Adjei festgesetzte Redezeit von zehn Minuten munter ignorierend, mit Themen wie Energiewende, Schulen und Betreuungsangebote, Neun-Euro-Ticket und Angriffen auf die CSU punkten wollte, setzte Waas in seiner Rede auf Umweltschutzthemen und Zusammenarbeit: „Als Förster habe ich in über 30 Jahren ein dichtes Netzwerk gebildet und ich weiß, wie man Menschen begeistern und zusammenbringen kann.“ So empfahl er sich auch als geschätzter Ansprechpartner, wenn es um den Wald geht: „Ich bin dazu das Gesicht der bayerischen Grünen.“ Weiter warb er um Zweitstimmen, um als „Miesbacher Grüner und einer vom Land“ in den Landtag ziehen zu können und das Feld nicht den Grünen aus der Stadt zu überlassen.

„Das wird schwierig“, meinte Waas auf eine Frage aus einer der ominösen Frageboxen, wie er denn Ilse Aigner übertrumpfen möchte. „Ich kenne die Ilse aber als jemand, der, wie ich, immer für gute Kompromisse zu haben ist und mit der man gut zusammenarbeiten kann“, ergänzte Waas und meinte, dass Ziele grüner Politik auch nicht mit der Brechstange durchgesetzt werden müssen, sondern auch auf Umwegen erreicht werden können. Mit seiner natürlichen und heimatverbundenen Ansprache überzeugte Waas schließlich eine relativ große Mehrheit, ihm das Vertrauen als Landtagskandidat zu schenken.

Volle Unterstützung für Janner

Ohne Gegenkandidat bewarb sich Elisabeth Janner als Kandidatin für den Bezirkstag. Sie machte deutlich, wie wichtig dieses Gremium für alle Bürger gerade im sozialen aber auch kulturellen Leben ist. Ihren zwei Amtsperioden im Bezirkstag würde die Psychotherapeutin gerne eine dritte anhängen. „Es gibt so viele für die Menschen wichtige Themen, dafür möchte ich mich im Interessen des Stimmbezirks einsetzten“, versprach Janner und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Auch deswegen, weil er so klein ist, dass ihn in dem Gremium kaum ein Schwein kennt.“ Dafür bekam sie mit 91 Stimmen 100 Prozent Unterstützung. hac

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