Die Jungen sollen mitreden

Miesbacher Stadtrat spricht sich für Jugendparlament aus

Schüler bei einer Abstimmung
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Die jungen Miesbacher sollen mit dem Jugendparlament mehr Mitspracherecht erhalten.
  • vonFridolin Thanner
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Miesbach – In Miesbach soll es künftig ein Jugendparlament geben. So hat es der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung im Waitzinger Keller entschieden.

Die jungen Miesbacher sollen bald bei der Entwicklung der Kreisstadt mitreden. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung gegen zwei Stimmen beschlossen, ein Jugendparlament einzurichten. Wie dieses aussehen und arbeiten soll, steht noch nicht fest.

Familienreferentin Malin Friese (Grüne) und Jugendreferent Christian Mittermaier (CSU) haben den Auftrag erhalten, mit der Verwaltung die Installation voranzubringen und ein Konzept zu erarbeiten. Der Stadtrat wird die endgültige Entscheidung zum Jugendparlament treffen.

Den Antrag für das Gremium stellten die Freien Wähler (FW) zusammen mit der SPD. FW-Sprecher Markus Seemüller erinnerte daran, schon 2014 vergeblich ein Jugendparlament beantragt zu haben. Nun sei es an der Zeit, sich klar dazu zu bekennen. „Das ist genau das, was wir wollen“, sagte Mittermaier.

Und die Junge Union hatte schon vor der Stadtratssitzung in einer Mitteilung darauf hingewiesen, dass der Vorschlag aus der jüngsten, online durchgeführten Jugendbürgerversammlung kam. Bürgermeister Gerhard Braunmiller, Friese und Mittermaier hätten diesen gerne aufgegriffen, teilte JU-Vorsitzender Konstantin Berghausen mit. Die Idee reklamieren mehrere für sich.

Immerhin herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass es gut sei, wenn die jungen Leute ein Sprachrohr haben, wie es Paul Fertl (SPD) ausdrückte. Erhard Pohl (CSU), Mittermaiers Vorgänger als Jugendreferent, weiß aber auch, wie steinig der Weg ist. Es sei nicht einfach, Jugendliche dauerhaft einzubinden. „Grundsätzlich ist es aber richtig“, sagte Pohl und regte an, Grenzen festzulegen.

Sein Fraktionskollege Franz Mayer störte sich an der, wie er meinte, zu allgemeinen Formulierung im Beschluss, das Jugendparlament solle dem Stadtrat beratend zur Seite stehen.

Dass das Vorhaben keine Alibiveranstaltung werden dürfe, machte Astrid Güldner (Grüne) klar und erwartet, den Jugendlichen Kompetenzen zuzugestehen. „Wir müssen ihnen schon auch Verantwortung mitgeben“, findet sie. Über ein kleines Budget sei nachzudenken. Auch darüber werden sich die Referenten nun Gedanken machen. ft

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