Erneut Vorfälle in Holzkirchen

Anrufe von falscher Kriminalbeamtin – und neue Masche der Betrüger

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Landkreis – Am Donnerstag hat es erneut Anrufe von angeblichen Polizeibeamten in Holzkirchen gegeben. In anderen Landkreisen gibt es nun eine neue Masche.

Update der Polizei vom 17. Januar:

Am Donnerstag (16. Januar) gegen 12 Uhr erhielt eine Holzkirchnerin einen Anruf von einer angeblichen Kriminalbeamtin. Diese erzählte der Angerufenen, dass zwei Einbrecher in ihrer Nachbarschaft flüchtig seien, und wollte sie angeblich warnen. Die angebliche Kriminalbeamtin warnte die Holzkirchnerin daraufhin, dass sie auf sich aufpassen soll, und beendete das Gespräch. Fragen nach den finanziellen Verhältnissen wurden nicht gestellt.

In einem anderen Vorfall in Holzkirchen nahm eine falsche Kriminalbeamtin einen ersten Kontakt auf und mehrere Tage später folgte der Anruf eines angeblichen Kollegen. In diesem Fall reagierte die Angerufene richtig, legte auf und informierte den Notruf 110.

Die Polizei Holzkirchen warnt in diesem Zusammenhang nochmals vor derartigen Anrufen:

  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Ihre Polizei fragt niemals nach Bargeld oder Wertgegenstände oder holt diese bei Ihnen ab.
  • Im Zweifel legen Sie auf und verständigen die Polizei über den Notruf 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle.

Update der Polizei vom 14. Januar:

Nun warnt auch das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd eindringlich vor der Betrugsmasche:

Am Montagnachmittag (13. Januar) sowie Dienstagvormittag (14. Januar) haben Bürger erneut mehrfach Betrugsversuche zur Anzeige gebracht. Insbesondere in Peißenberg im Landkreis Weilheim-Schongau sowie in Bad Aibling, Kolbermoor und Wasserburg im Landkreis Rosenheim und in Traunstein riefen Unbekannte bei zumeist älteren Mitbürgern an und gaben sich als Polizeibeamte aus.

Die alte Masche der Betrüger war bislang folgende: Der Anrufer gibt sich als Polizeibeamter aus und erklärt, dass bei dem Angerufenen ein Einbruch geplant sei beziehungsweise in der Nähe Einbrecher oder Räuber festgenommen worden seien. Aus diesem Grund solle dieser sein Barvermögen und seinen Schmuck in Sicherheit bringen. Ein Kollege könne alles abholen. Es wäre aber auch möglich, Geld und Schmuck im Umfeld des Anwesens zu verstecken.

Die neue Masche der Betrüger ist: Der Anrufer gibt sich ebenfalls als Polizeibeamter aus, erklärt dem Angerufenen jedoch, dass Falschgeld im Umlauf ist und er deswegen sein Geld von der Bank holen soll, um dieses von der Polizei prüfen zu lassen.

"Es muss davon ausgegangen werden, dass weitere Betrugsversuche von den Tätern unternommen werden", teilt Sprecherin Carolin Hohensinn vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mit.

Die Polizei rät deshalb:

  • Setzen Sie bitte Familienangehörige und Nachbarn über diese Masche in Kenntnis!
  • Reden Sie offen in der Familie, insbesondere mit älteren, möglicherweise alleinstehenden Angehörigen über dieses Phänomen!
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über persönliche Verhältnisse!
  • Staatliche Stellen fordern niemals auf diese Art und Weise Bargeld!
  • Rufen Sie Ihre örtliche Polizei zurück und erkundigen sie sich! Verwenden Sie dafür niemals die im Display angezeigte Rufnummer, sondern die Ihnen bekannte.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel den Polizeinotruf 110. Haben Sie keine Angst anzurufen! Lieber einmal zu oft den Notruf genutzt, als Opfer der Betrüger zu werden!

Vorbericht vom 13. Januar:

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei erneut vor einer bewährten Betrugsmasche: Am Sonntagabend (12. Januar) gingen bei der Polizeiinspektion Miesbach beziehungsweise der Einsatzzentrale in Rosenheim mehrere Meldungen verunsicherter Bürger aus Hausham und Miesbach ein. Sie hatten Anrufe von einem angeblichen Polizeibeamten beziehungsweise der Kriminalpolizei erhalten.

Der Anrufer verwies dabei auf eine angebliche Einbruchserie in der Nachbarschaft und erkundigte sich nach Wertgegenständen und Bargeldbeträgen, um diese in Sicherheit bringen zu können. Die angerufenen Bürger reagierten richtig und beendeten das Gespräch, ohne die geforderten Angaben zu machen.

Die Polizeiinspektion Miesbach warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich davor, telefonische Auskünfte über persönliche Verhältnisse beziehungsweise Wertgegenstände zu geben. Echte Polizeibeamte und Kriminalbeamte holen niemals auf diese Art und Weise Auskünfte ein oder fordern Bargeld sowie Wertgegenstände der Angerufenen.

"Sollten Sie selbst Opfer dieser Betrugsmasche werden, wenden Sie sich bitte unverzüglich an die Polizeiinspektion Miesbach unter der Telefonnummer 08025/2990 oder den Polizeinotruf unter 110", heißt es in einer Mitteilung. ksl

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