Mieter ziehen ein

Mehrgenerationenprojekt an der Dr.-Scheid-Straße ist fertig

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Ins Mehrgenerationen-Wohnhaus an der Dr.-Scheid-Straße in Bad Wiessee kommt Leben, es ist bezugsfertig.

Bad Wiessee – 14 Wohnungen unter einem Dach sind nichts Besonderes. Der Neubau an der Dr.-Scheid-Straße in Bad Wiessee ist es dennoch: Denn hier sollen Jung und Alt nicht nur nebeneinander leben, sondern sich im Alltag unterstützen. Ab sofort. Das rund 3 Millionen Euro teure Mehrgenerationenprojekt füllt sich jetzt mit Leben.

2015 gründete die Gemeinde ein Kommunalunternehmen, im selben Jahr begann die Projektentwicklung. Im Frühjahr 2017 begann der Bau, rund ein Jahr später ist alles fertig und die Mieter können einziehen. Knapp 10 Euro je Quadratmeter Wohnfläche müssen sie zahlen. Zur Verfügung stehen zwar Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, die Hälfte der 14 sind aber Zwei-Zimmer-Wohnungen. Sie „werden nun im Laufe des Monats Mai an ihre Bewohner übergeben und bezogen“, teilt Patrick Zeitler mit. „Insgesamt“, erklärt der Vorstand des Kommunalunternehmens, „werden 23 Personen im diesem Haus mit Schwerpunkt generationenübergreifenden Wohnen leben“. Das bedeutet, sie helfen sich im Alltag. Jüngere Mieter könnten ältere beispielsweise mal mit dem Auto mitnehmen oder einen Einkauf erledigen. Mit Kinderbetreuung könnten sich Senioren revanchieren. Zeitler hofft auf ein „harmonisches nachbarschaftliches Miteinander“.

Der Hausgemeinschaft stehen neben einem Gästezimmer auch ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung, „wodurch dem Dialog innerhalb der Hausgemeinschaft ausdrücklich Raum gegeben wird“, wie Zeitler erklärt. Die Bereitschaft zur Kommunikation, zum gemeinsamen Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung seien Grundvoraussetzung „für ein gelingendes Zusammenleben in diesem generationsübergreifenden Wohnprojekt, welches erstmalig in Bad Wiessee entwickelt wurde“.

Auf rund 3 Millionen Euro belaufen sich die Kosten für diese Investition mit Pilotcharakter. Dafür hat die Gemeinde 240.000 Euro Zuschuss und 1,6 Millionen Euro zinsverbilligte Förderdarlehen erhalten. Entstanden ist dafür ein Gebäude, das sich durch ein sachliches und dennoch regionaltypisches Erscheinungsbild präsentiert. Es passe „wunderbar ins Ortsbild“, findet Zeitler. „Hochwertige Materialien, schlichte Eleganz und ein zeitgemäßer Baustil mit einigen gleichermaßen durchdachten wie sinnvollen Details“, erklärt er, „machen das Wohnen der zukünftigen Mieter besonders angenehm“. 

ft

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