Neubau schräg gegenüber

Mietvertrag endet: Ambulanz Rosenheim plant neue Rettungswache in Aurach

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Von Neuhaus kommend am Ortseingang in Aurach, vor dem Wölflhof, plant die Ambulanz Rosenheim, eine Rettungswache zu bauen. Für den Standort gibt‘s Kritik.

Fischbachau – Die Ambulanz Rosenheim sorgt mit ihrer Rettungswache in Aurach für schnelle Hilfe bei Notfällen im südlichen Leitzachtal. Jetzt sich der Verein auch um sich selbst kümmern, er benötigt einen neuen Standort. Denn für die derzeit genutzte Garage in Aurach läuft der Mietvertrag aus, das hatte Bürgermeister Josef Lechner schon Anfang des Jahres bekanntgegeben. In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag informierte er darüber, wo die Ambulanz Rosenheim hin möchte: Sie plant einen Neubau schräg gegenüber, neben dem Wölflhof.

Eine Einzelbaugenehmigung würde diesen ermöglichen, berichtete der Bürgermeister. Das Landratsamt sei einverstanden. Wie Lechner erklärte, müsse vorher geklärt werden, was mit dem Gebäude passiert, sollten die Rosenheimer einmal nicht mehr für den Rettungsdienst in der Gegend zuständig sein. Die Vergabe erfolgt immer für fünf Jahre. „Das müssen wir regeln“, sagte Lechner.

Einige Räte beurteilen den geplanten Standort kritisch. Andreas Estner (FWG) etwa erinnerte an die lange Geschichte von Aurach. „Da finde ich es ganz problematisch“, sagte er mit Blick auf den denkmalgeschützten Wölflhof. „Das soll schon dazu passen“, machte sein Fraktionskollege Martin Bacher klar und erwartet, dass „kein Zweckbau“ entsteht. Während Willi Rothemund (ebenfalls FWG) darauf verwies, wie wichtig es für die Leitzachtaler sei, „dass die Rettungswache hier vor Ort ist“, sagte Bernhard Padeller (FaB): „Mir wär wohler, wenn sie uns gehören würde.“ Deshalb solle die Gemeinde das Gebäude nach ihren Vorstellungen bauen und dann verpachten, lautete Padellers Vorschlag. Allerdings hat die Ambulanz Rosenheim die Fläche bereits gekauft. „Wir können sie nicht nicht bauen lassen und es dann selber machen“, stellte Bürgermeister Lechner klar. Für Lothar Prack (NL) „geht es aber nicht, dass die erst das Grundstück kaufen und dann Baurecht erwarten“.

Wie Lechner verdeutlichte, gibt es ohnehin noch einiges zu klären, darunter auch die Belange des Denkmalschutzes: „Sämtliche Träger öffentlicher Belange sind noch nicht gehört.“ft

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