Licht, Krippen und Attraktionen

So schön leuchtet die Stadt Miesbach in der Vorweihnachtszeit

Adventsaktionen im leuchtenden Miesbach
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Die Adventsaktionen im leuchtenden Miesbach stellten (v.l.) Pastoralreferentin Kathrin Baumann, GWM-Vorsitzender Florian Brunner, Pfarrgemeinderätin Inge Jooß, Pfarrer Erwin Sergel und Bürgermeister Gerhard Braunmiller vor.

Miesbach – Da die Adventszeit in diesem Jahr aufgrund der Corona-Auflagen anders läuft als sonst, hat sich die Stadt Miesbach zahlreiche Aktionen einfallen lassen.

Heuer ist alles anders: Kein 1.000 Lichterglanz und kein Weihnachtsgasserl lockt Besucher in die Miesbacher Innenstadt. Sich zwischen Einkäufen in einem der netten Cafés aufwärmen oder sich etwas Deftiges in einer der Gaststätten schmecken lassen, geht auch nicht. Bummeln in Miesbach lohnt sich trotzdem. Denn neben vielen schönen Läden gibt es in der Adventszeit noch eine ganze Menge mehr zu entdecken. Dafür sorgen die Stadt und der Gewerbeverband GWM, die Kirchen und Pfarreien.

„Die Leute sollen in die Stadt gehen, sollen genießen und einkaufen“, sagte Max Kalup, zuständig fürs Stadtmarketing. „Wenn sie sich in der Stadt aufhalten, können sie immer wieder was erleben“, machte Bürgermeister Gerhard Braunmiller deutlich. Er ist froh, „dass wir unter diesen Umständen überhaupt etwas machen können“.

Zentrales Element ist das Licht. Statt bei einer großen Winterveranstaltung leuchten Teile der Stadt nun im Advent an jeweils vier Abenden pro Woche. Donnerstag bis Sonntag, immer ab Einbruch der Dunkelheit bis maximal 22 Uhr werden Gebäude und Winkel in buntes Licht getaucht. An diesem Wochenende sind es zum Auftakt etwa das Rathaus und der Marienplatz.

Wo es weitergeht, wollte Kalup nicht verraten. „Das soll jeder selber entdecken“, lädt er zum Spazieren und Bummeln ein – und verriet doch noch: „Mal wird es der Stadtplatz sein, auch das alte Krankenhaus ist dabei.“ Zudem sorgt die GWM für die Adventsbeleuchtung über der Fraunhoferstraße und dem Lebzelterberg sowie von mehreren Bäumen in der Stadt.

Die Stadtpfarrkirche ist in rotes Licht gehüllt. An den Adventswochenenden leuchten verschiedene Gebäude in der Stadt.

Licht in die Stadt bringen auch die evangelische und katholische Kirchengemeinde. Es werden Zitate aus der Bibel an die Türme der Stadtpfarrkirche und der Apostelkirche projiziert. „Es ist ja heuer nicht so einfach, die weihnachtliche Botschaft von Trost und Ermutigung zu vermitteln“, erklärte Pastoralreferentin Kathrin Baumann. Für die Gotteshäuser und Messen gelten hohe Auflagen. Die leuchtenden Kirchtürme seien daher eine schöne Ergänzung.

„Wir versuchen, möglichst viele Angebote in der Kirche zu schaffen“, ergänzte der evangelische Pfarrer Erwin Sergel. Neben den Andachten bietet das Dekanat einen kirchenmusikalischen Adventskalender. Er ist auf der Internetseite der evangelischen Kirche zu finden. Auch ein Heft gibt es dazu – und per QR-Code kommt die Musik schnell aus dem Handy.

Ganz einfach lassen sich mit dem Mobiltelefon per Scan auch die Informationen zum Miesbacher Krippenweg abrufen. 48 Stationen mit mehr als 50 Krippen gibt es bei dem Gemeinschaftsprojekt der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden sowie der Miesbacher Kulturreferentin Verena Assum zu entdecken.

Inge Jooß von der katholischen Pfarrei schwärmt von der Vielfalt der Krippen, die hauptsächlich von Privatpersonen zur Verfügung gestellt wurden. Ganz corona-konform, sagte Jooß, lassen sich die Figuren und Szenerien betrachten. „Weihnachten ist ein Fest für alle, unabhängig von Religion und Herkunft“, ist Jooß überzeugt, dass die Exponate viele Menschen begeistern und zum Nachdenken bringen werden. „Und nebenbei fällt der Blick auf die Geschäfte“ – ein netter Nebeneffekt, wie Jooß erklärte. So kann der eine oder andere sicher ein passendes Weihnachtsgeschenk entdecken und kaufen.

Damit möglichst viele durch Miesbach schlendern und in den Geschäften einkaufen, hat die GWM wieder die „Adventsglück“-Verlosung organisiert. „Das kostet die Bürger nichts, außer dass sie lokal einkaufen“, erklärte Brunner. Dafür gibt es in den Läden nämlich Sterne – und wer zehn gesammelt hat, bekommt ein Los. Es winken Preise im Wert von über 5.000 Euro. Mit dekorativen Packerln – wirklich nur Deko ohne Inhalt – machen die Geschäfte zudem auf dem Marktplatz und beim Waitzinger Keller auf sich aufmerksam.

Ob es darüber hinaus weitere Aktionen geben wird, steht noch nicht fest. „Da prüfen wir, was möglich ist, und entscheiden kurzfristig“, erklärte Kalup. Es könnte also schon sein, dass das eine oder andere Hütterl aufgebaut wird und es Punsch, Platzerl und Lebkuchen zum Mitnehmen beim Einkaufsbummel in Miesbach geben wird – oder auch einen musikalischen Auftritt. Es gibt auf jeden Fall genug zu entdecken im Advent in der Stadt. ft

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