„Mit Optimismus ins neue Jahr“

Prosit Neujahr: (v.l.) Landtagsabgeordneter Alexander Radwan, CSU-Kreisvorsitzender und Landrat Jakob Kreidl, Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Europaabgeordnete Angelika Niebler, Saskia Ludwig (CDU-Fraktionsvorsitzende im Brandenburger Landtag), Bezirksrat Sepp Bichler und Josef Bierschneider, Bürgermeister von Kreuth. Foto: Versen

Von

INGRID VERSEN, Wildbad Kreuth – Rund 800 Besucher waren vergangenen Sonntag zum Neujahrsempfang der CSU in den Festsaal der Hanns-Seidel-Stiftung nach Wildbad Kreuth gekommen. Mit ihrer Anwesenheit gaben sich Herzog Max in Bayern mit Gattin Herzogin Elizabeth samt Tochter Helene die Ehre. Auch der erst jüngst vom Vatikan ausgezeichnete Monsignore, Dekan Walter Waldschütz, war erschienen. „Ich freue mich sehr, dass ich heute zum 20. Mal vor einmaliger Traumkulisse Gastgeber sein darf“, bekannte CSU-Kreisvorsitzender und Landrat Jakob Kreidl. Begeistert widmete er sich drei Themen, die ihm besonders am Herzen liegen: Energiewende, Bildung und Arbeitsmarkt. „Bildung ist die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts“, sagte der Landrat. Sie sei die beste Antwort auf den drohenden Fachkräftemangel. „Die Wirtschaft im Landkreis ist gut aufgestellt, Jugendarbeitslosigkeit kein Thema, denn wer eine Lehrstelle will, bekommt auch eine“, sagte Kreidl. Pro Jahr würden Firmen in dieser Region rund 300 neue Arbeitsplätze schaffen. „2011 ist kein Gewerbebetrieb aus unserer Region abgewandert“, unterstrich Kreidl. Projekte wie das Gesundheitshotel Lanserhof seien wichtig, auch wenn sich einige Bürger noch immer nicht damit abfinden könnten. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der erstmals Festredner beim CSU-Neujahrsempfang war und erst wenige Tage zuvor aus Japan heimkehrte, sagte: „Nach dieser schrecklichen Dreifach-Katastrophe im letzten Jahr wird dort auch heute noch unaufhörlich diskutiert, aber von den Verantwortlichen nicht gehandelt.“ In der Bundespolitik sei elf Jahre lang bei seinen fünf unterschiedlichen Amtsvorgängern das flache Land auf der Strecke geblieben. „Sie verlassen unsere bisherige Linie“, habe er sich kurz nach seinem Amtsantritt in Berlin von einer leitenden Mitarbeiterin anhören müssen, weil er einiges ändern wolle. „Ich habe mich aber durchgesetzt“, sagte Ramsauer schmunzelnd. Es bestehe großer Nachholbedarf in den alten Bundesländern, der in Angriff genommen werden müsse. 2012 sei in Deutschland das Jahr der Weichenstellungen, „wofür wir in Europa beneidet werden“. Die Bundesbürger ließen sich allerdings zu sehr von Selbstzweifeln treiben, obwohl das Land und insbesondere der Freistaat Bayern exzellent dastünden. Auch der Euro habe keine Krise: „Wir in Deutschland sind die größten Profiteure des Euro“, sagte Ramsauer und fügte hinzu: „Wir zahlen aber nicht dafür, dass andere Länder auf der faulen Haut liegen.“ Ramsauer unterstrich die Notwendigkeit einer PKW-Maut: „Dieses Geld fließt direkt in die Infrastruktur“. Auf seinem Wunschzettel stünden alleine 850 Ortsumfahrungen, von denen jede im Schnitt rund 10 Millionen Euro kostet. Der Bundesminister kündigte an, künftig die Instandhaltung noch mehr zu berücksichtigen, denn ein regelmäßiger Unterhalt erspare später hohe Reparaturkosten. Zurückhaltend nahm Ram- sauer den Wunsch des Landrats auf, die anstehenden Verkehrsprojekte im Landkreis Miesbach zu begleiten. „Wir haben allen Grund, mit Riesenoptimismus in das neue Jahr zu gehen“, sagte der Bundesverkehrsminister abschließend.

Auch interessant

Meistgelesen

Großes Spezial: Wohnungslosigkeit im Landkreis Miesbach
Großes Spezial: Wohnungslosigkeit im Landkreis Miesbach
Dauerärgernis: Bahnübergang in Hausham soll 2020 endlich verlegt werden
Dauerärgernis: Bahnübergang in Hausham soll 2020 endlich verlegt werden
Die Tafel in Hausham muss umziehen – und das nicht zum letzten Mal
Die Tafel in Hausham muss umziehen – und das nicht zum letzten Mal
Unbekannter verursacht Schaden am neuen Kreisverkehr in Hausham
Unbekannter verursacht Schaden am neuen Kreisverkehr in Hausham

Kommentare