Spaß an Technik und Co.

Mobiles Fablab braust ab nächstem Schuljahr durch den Landkreis

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Mit dem Mobilen Fablab können Schüler unabhängig vom Bildungshintergrund mit dem Thema Technik in Kontakt kommen. Darauf freuen sich (v.l.) Joseph Paul und Bernhard Findeis vom Verein FabLab Oberland, SMG-Regionalmanagerin Ingrid Wildemann-Dominguez und Geschäftsführer Alexander Schmid sowie Martin Janke, Geschäftsführer der SWM Bildungsstiftung. Übrigens: Das Busmodell auf unserem Foto ist im 3D-Drucker entstanden.

Landkreis – „Wozu brauche ich das überhaupt?“ Diesen Satz – meist mit einem entnervten oder flehendlichen Unterton versehen – haben wohl die meisten Schüler schon einmal von sich gegeben. Künftig lautet die Antwort darauf einfach: „Dafür!“, zumindest, wenn es sich um mathematisch-naturwissenschaftliche Inhalte handelt. Denn der Verein Fablab Oberland kommt künftig an die Schulen im Landkreis und gibt den Kindern und Jugendlichen vor Ort die Möglichkeit, sich spielerisch verschiedenen Technologien zu nähern und ihre Funktionsweise zu verstehen.

Seit dem vergangenen Jahr betreibt der Verein, eine Initiative der Standortmarketing Gesellschaft Miesbach (SMG), in Holzkirchen sein „Oberlab“. Das ist eine offene Werkstatt, in der der Spaß an der Technik geweckt und gefüttert wird. Gleichgesinnte bekommen hier Zugang zu modernsten Technologien und können gemeinsam Ideen entwickeln. Nun soll dieses Miteinander auch die Schulen erobern. Möglich macht das die SWM Bildungsstiftung, die das zum Schuljahr 2019/20 beginnende Projekt mit 76.000 Euro für ein Jahr fördern wird. Für das Projekt wird ein Transporter umgebaut und mit allerlei Gerätschaften ausgerüstet – darunter ein Lasercutter, ein 3D-Drucker und diverse EDV-Technik. Die Schüler können dort fern von allem Notendruck ihre Kreativität ausleben und zum Beispiel zum Thema Robotik tüfteln und lernen, wie eine Drohne programmiert wird, oder wie Künstliche Intelligenz funktionieren kann. Möglich ist es, den Besuch den Mobilen Fablabs quasi als Schnupperkurs für die ganze Klasse in den Unterricht zu integrierten oder einen Nachmittags-Intensivkurs für kleinere Gruppen interessierter Schüler anzubieten, erklärten die Verantwortlichen jüngst beim Pressegespräch.

Wichtiger Nebeneffekt: Auch Kinder, die sonst mit technischen Themen eher nichts zu tun haben, können unabhängig vom Bildungshintergrund so auf den Geschmack kommen. Vielleicht entsteht daraus ja eine neue Leidenschaft? Vor allem bei der sich schnell wandelnden Arbeitswelt können solche Fähigkeiten von Vorteil sein. „Es geht darum, die Landkreiskinder auf die Welt von morgen vorzubereiten“, erklärt SMG-Regionalmanagerin Ingrid Wildemann-Dominguez. Besonders Kreativität und Problemlösungskompetenz werden wichtige Fähigkeiten sein. Bevor das Mobile Fablab aber nach dem Sommer vor den Schulen halten kann und vielleicht die Unternehmer von morgen auf ihre zündende Idee kommen, gibt es noch einiges zu tun: Das Projekt wird noch in den Schulen und im Kreistag vorgestellt. Interessenten bekommen weitere Infos bei SMG-Regionalmanager Johann Holzinger (E-Mail an johann.holzinger@smg-mb.de). she

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