Angebot in Hausham gesichert

Nach Aufruf für Kleiderladen: BRK freut sich über zahlreiche neue Helfer

Drei neue Helferinnen im BRK-Kleiderladen in Hausham.
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Übernehmen die Koordination für den BRK-Kleiderladen in Hausham: (v.l.) Barbara Kraft, Annemarie Kirmayr und Gerti Weingärtner.

Hausham – Nach dem Corona-Lockdown drohte dem BRK-Kleiderladen in Hausham das Aus. Nach einem Aufruf für Helfer geht es wieder bergauf.

Das Coronavirus gefährdet zahlreiche Existenzen. Mitunter war auch der Kleiderladen des Bayerischen Roten Kreuzes in Hausham bedroht. Allerdings war das Geld nicht das primäre Problem. Die Pandemie verschärfte den Mangel an ehrenamtlichen Helfern. Nach einem Aufruf des BRK-Kreisverbands steht nun aber wieder genügend Personal zur Verfügung, wie BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling berichtet.

Es bestand die Sorge, dass nach dem Lockdown die Öffnungszeiten für den BRK-Kleiderladen eingeschränkt hätten werden müssen. Langfristig, erklärt Kießling, wäre damit die wirtschaftliche Existenz bedroht gewesen. Aber der Aufruf im Juli zur Unterstützung des ehrenamtlichen Teams hatte einen unerwarteten Erfolg. „Über 20 interessierte Damen haben in den folgenden Tagen angerufen und ihre Hilfe angeboten. Viele kannten den Laden bereits als Kundinnen oder weil sie selbst schon einmal Kleidung im Laden abgegeben hatten“, freut sich Kießling.

Die Anruferinnen seien sich einig, dass der Laden bleiben müsse. Für sie fand eine gemeinsame Informationsveranstaltung zu Abläufen und Möglichkeiten statt, danach folgte die individuelle Einteilung. „Jede Helferin konnte und kann dabei natürlich frei darüber entscheiden, ob und wann, wie lange und mit welcher Regelmäßigkeit sie helfen möchte“, betont Kießling. „Nahezu alle sind bis heute dabei geblieben und begeistert über die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und die Geselligkeit im Kleiderladen-Team.“

Die tolle Stimmung habe sich unerwartet schnell auch auf die Kundschaft übertragen, schwärmt Kießling und berichtet von neuen Verkaufsrekorden. Für ihn steht nun fest: „Eine Schließung des Ladens ist definitiv für lange Zeit abgewendet.“ Die größere zahl an Helferinnen erfordert auch mehr Organisation. Die Damen haben sich deshalb auf ein kleines Koordinationsteam geeinigt: Barbara Kraft, Annemarie Kirmayr und Gerti Weingärtner. „Wir machen das nicht im Sinne einer Hierarchie, sondern im kollegialen Team und zusammen mit allen anderen Helferinnen“, macht Gerti Weingärtner klar.

Die anderen BRK-Kleiderläden in Holzkirchen, Miesbach und Bad Wiessee sind zwar nicht von einer Schließung bedroht, aber auch für sie hofft Simon Horst, der sich beim BRK um die Kleiderläden kümmert, auf weitere Unterstützung. „Da unabhängig von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wirklich jede und jeder in unseren Kleiderläden einkaufen kann, wächst die Zahl der Kunden in allen BRK-Kleiderläden und deshalb bräuchten wir auch noch deutlich mehr Helferinnen“, macht er deutlich. Für Infos steht er unter der Telefonnummer 08025/282530 zur Verfügung. ft

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