Maßnahmen gegen Lärm

Nach Beschwerden über neue Lint-Züge: Das hat die BRB mittlerweile geändert

Die neuen Züge des Modells "Lint" hat die Bayerische Oberlandbahn am Bahnhof Holzkirchen präsentiert.
+
Zahlreiche Beschwerden gab es wegen der neuen Lint-Züge der BRB.
  • vonKatja Schlenker
    schließen

Landkreis – Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner zieht ein Zwischenfazit zu den Maßnahmen an den neuen Lint-Zügen der BRB. Im Mai soll der nächste Runde Tisch stattfinden.

Die neuen Lint-Züge der Bayerischen Regiobahn (BRB) haben für viel Radau gesorgt. Kritik an der Barrierefreiheit und den Geräuschen der Modelle gab es. Im Mai soll es erneut einen Runden Tisch zu dem Thema geben. Zuvor berichtet Landtagspräsidentin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner über den aktuellen Sachstand.

Per Videokonferenz hat sie sich mit Verantwortlichen von BRB, Tegernseebahn und Bayerischer Eisenbahngesellschaft sowie dem Miesbacher Landrat Olaf von Löwis ausgetauscht. Der Zwischenstand: „Einige Bereiche wie Tür-Sounder und Druckluftlärm konnten bereits deutlich verbessert werden“, erklärt sie. „Weiter herausfordernd bleibt das Thema Kurvenquietschen. Aber auch da zeichnet sich eine dauerhafte Lösung ab, die allerdings noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird.“

Arnulf Schuchmann, technischer Geschäftsführer bei der BRB, referierte über die umgesetzten Maßnahmen: Die Töne, die für Sehbehinderte beim Öffnen und Schließen der Türen zu hören sein müssen, seien seit Ende November auf eine adaptive Steuerung umgestellt worden. Je nach Umgebungslautstärke passe sich die Lautstärke der Türsignale an, maximal bis zu den in der Norm festgelegten Werten. Es gebe hier keine Beschwerden mehr von Anwohnern. Auch das Bremsenquietschen habe durch das Einfahren der neuen Züge deutlich nachgelassen, erklärte er. Bei den meisten Zügen höre man praktisch nichts mehr. Auch bei diesem Thema gebe es keine neuen Beschwerden.

Beim Ablassen der Druckluft bei Bremsproben jedoch kommt es zu einer Art Knall, der ebenfalls zu Beschwerden geführt hat. Auch da sei laut Arnulf Schuchmann mittlerweile eine Lösung gefunden: Bis Ende Juni sollen der Einbau eines Schalldämpfers und die Verlegung der Leitung in das Fahrzeug über die Bühne gehen. In Bayrischzell und Tegernsee soll es zudem stationäre Druckluftanlagen geben, sodass die Motoren der Fahrzeuge im Stand deutlich kürzer laufen müssen, da sie mit der Druckluft aus der Anlage versorgt werden.

Unbefriedigend, aber nicht zu ändern sind die Signale, die an Bahnübergängen abgegeben werden müssen. „Die einzige nachhaltige und wirksame Lösung ist und bleibt die technische Sicherung von Bahnübergängen oder deren Schließung“, lautete Schuchmanns Fazit. Auch das Kurvenquietschen ist weiter Thema. Hohe Erwartungen setze man in sogenannte Absorberringe, mit denen die Räder der Züge ausgestattet werden sollen. Ende April gibt es erste Tests. Verlaufen diese positiv, können nach und nach alle Züge mit den neuen Rädern ausgestattet werden. Es könne bis zu einem Jahr dauern, bis die Arbeiten abgeschlossen seien. ksl

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bajonett, Elektroschocker und Stahlrute: Kurioser Waffenfund an der A8
Bajonett, Elektroschocker und Stahlrute: Kurioser Waffenfund an der A8
Corona: Erste Schritte in Richtung Normalität im Krankenhaus Agatharied
Corona: Erste Schritte in Richtung Normalität im Krankenhaus Agatharied
Bedeutsame Kapelle in Marienstein muss renoviert werden
Bedeutsame Kapelle in Marienstein muss renoviert werden
Hohe Gefahr: Risiko eines Waldbrandes im Landkreis Miesbach steigt
Hohe Gefahr: Risiko eines Waldbrandes im Landkreis Miesbach steigt

Kommentare