Rückkehr zum Normalbetrieb

Nach Corona: BOB nimmt wieder Fahrt auf und appelliert an Fahrgäste

Die Bayerische Oberlandbahn kehrt wieder fast zum Normalbetrieb zurück.
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Die Bayerische Oberlandbahn kehrt wieder fast zum Normalbetrieb zurück.

Landkreis – Nach den angekündigten Lockerungen in der Corona-Krise möchte die Bayerische Oberlandbahn (BOB) zu einem weitgehenden Normalbetrieb zurückkehren. Ab Montag fahren wieder mehr Züge.

Die Bayerische Regiobahn kündigt an, ab Montag (20. April) das Zugangebot auf allen ihren Strecken – also auch im Oberland – wieder zu erhöhen. Ab 4. Mai ist die Rückkehr zum nahezu vollen Regelbetrieb vorgesehen. Um die Corona-Pandemie einzudämmen, gab es in den vergangenen Wochen im Schienenpersonennahverkehr ein Grundangebot, um sicherzustellen, "dass Personen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, zur Arbeit und nach Hause gelangen".

Nun kann der Zugverkehr auf allen Strecken der BRB ab 20. April und bis 3. Mai aufgestockt werden. So werden laut einer Mitteilung in den Netzen Chiemgau-Inntal (Meridian), Oberland (BOB), Ostallgäu-Lechfeld (BRB) und Ammersee-Altmühltal (BRB) morgendliche Zugverbindungen wieder aufgenommen, die bislang ausgefallen waren. Ebenso in den Nachmittags- und Abendstunden wird das Zugangebot ausgeweitet.

Ferner sei das vorsorgliche Reduzieren der Besetzungen der Stellwerke durch die DB Netz AG nicht mehr erforderlich, sodass die Züge im Mangfalltal auf der Strecke Holzkirchen–Rosenheim und im Oberland auch wieder über die gesamte Betriebszeit verkehren. Auch die Verbindungen nach und von Kufstein können in Absprache mit den Behörden, die die erforderlichen Grenzkontrollen durchführen werden, zum 20. April wieder aufgenommen werden.

Am Montag, 4. Mai, soll die BOB dann fast wieder zu ihrem regulären Fahrplanangebot zurückkehren. Rein touristische Züge werden nicht angeboten, solang die Ausgangsbeschränkungen andauern. Im Oberlandnetz sind das die zwei Wochenendverstärker-Zugpaare im Sommerfahrplan, die sonst üblicherweise von den Wochenendausflüglern genutzt werden.

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Weiter erklärt die BOB: "Nach wie vor werden anstehende Bauarbeiten der DB Netz AG Fahrplanänderungen bedeuten. Hinzu kommen mögliche Zugschwächungen oder -ausfälle, wenn zur Wartung und Instandhaltung benötigte Ersatzteile von externen Zulieferern Corona-bedingt verspätet in den Bahnbetriebswerken in Lenggries und Augsburg bereit gestellt werden. Zusätzlich könnten ebenso Corona-bedingt auch vorsorgliche Freistellungen von Mitarbeitenden oder Quarantänemaßnahmen trotz aller intern ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen zu sehr kurzfristigen Einschränkungen im Verkehrsangebot führen."

Den Geboten der öffentlichen Stellen schließen sich die Bayerische Oberlandbahn GmbH und die Bayerische Regiobahn GmbH an: Auch bei Fahrten im ÖPNV ist das Tragen eines Mundschutzes geboten. Auch sogenannte Community-Masken, die selbst genäht und wiederverwertet werden können, sind möglich und verbessern den Schutz. Handelt es sich bei den Masken um solche zur einmaligen Verwendung sind diese nach dem Verlassen des Zuges zu entsorgen.

„Wir kehren jetzt so schnell wie möglich zum Vollbetrieb zurück, um die gewohnt hohen Taktzahlen und maximal mögliche Kapazitäten anbieten zu können“, sagt BOB-Geschäftsführer Fabian Amini. Er appelliert zudem an die Fahrgäste: "Tragen Sie – wie in den Regierungserklärungen dringend geboten – auch bei Ihren Fahrten mit uns einen Mund-Nasen-Schutz. Sie vermindern so das Ansteckungsrisiko deutlich und schützen so andere Fahrgäste, unsere Mitarbeitenden und auch sich selbst.“

Weitere Infos sind unter www.brb.de zu finden. ft

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