Grüne und SGT kooperieren

Nach Fällungen: Hier kommen neue Bäume am Rottachdamm hin

Rottachdamm zwischen Rottach-Egern und Tegernsee
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An diesen Stellen am Rottachdamm zwischen Rottach-Egern und Tegernsee werden neue Bäume gepflanzt.
  • VonKatja Schlenker
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Rottach-Egern – Nachdem der Rottachdamm erhöht werden musste, fehlte es an Bäumen. Das ändert sich nun – und sogar noch besser als vorher gedacht.

2016 wurde der Rottachdamm bedingt durch den Klimawandel um einen halben Meter erhöht und damit Dutzende alte Bäume am Dammweg gerodet. Da diese nicht ersetzt werden konnten, war im Genehmigungsplan unter anderem eine Ausgleichsfläche an der Attel im Landkreis Ebersberg vorgesehen – juristisch korrekt, jedoch keine Hilfe für die Rottach-Egern.

So wurde 2018 während der Bauphase von der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) die Idee geboren, mit dem Wasserwirtschaftsamt (WWA) in Kontakt zu treten. Die Gespräche verliefen konstruktiv. Im Sommer 2020 waren Dammbau und Ersatzpflanzungen abgeschlossen. „Im Vergleich zum Planfeststellungsbeschluss wurde eher mehr als weniger nachgepflanzt selbst an schwierigen Stellen – eine vorbildliche Leistung“, erklärt Gunther Mair von der SGT.

Kleiner Wermutstropfen: Die Zahl der Großbäume blieb erheblich unter dem vormaligen Bestand. Daher ging die SGT in die Offensive: „Wir bieten eine Spende von 2.000 Euro an, um weitere Bäume zu pflanzen“, informiert Angela Brogsitter. Der Grünen-Ortsverband Tegernseer Tal unterstützte die zusätzlichen Pflanzungen und legte denselben Betrag dazu. „Großbäume sind wichtig für die Natur und das Ortsbild. Wir freuen uns, dass zu der sehr guten Bepflanzung des Wasserwirtschaftsamts Rosenheims noch ein paar Bäume dazukommen“, sagt Ortsverbandsvorsitzender Thomas Tomaschek.

Auch eine Befragung der Anwohner hatte einige Wünsche offengelegt, die an das WWA weitergegeben wurden und individuell mit den Anwohnern besprochen werden. „Das Projekt wäre jedoch fast gescheitert, da das WWA aus politischen Gründen keine Geldspenden annähme, wie uns mitgeteilt wurde“, heißt es in einer Mitteilung. „Aber Herr Holderer fand eine Lösung, wobei er die Pflanzkosten sogar noch durch das WWA übernehmen ließ: Die Bäume werden als Sachspende eingebracht und das WWA pflanzt.

Mit diesem Konzept wurde ein Pflanzplan erstellt und mit den Gemeinden abgestimmt. Ergebnis: Acht Bäume können noch gepflanzt werden – vier Winterlinden, zwei Sommerlinden, eine Eiche und ein Bergahorn. Die Beteiligten hoffen, dass die Pflanzung noch in diesem Jahr erfolgen kann. „Wir hätten einige Bäume mehr finanzieren können“, meint Mair, „aber besonders erfreulich ist, dass vier Bäume in die Nähe der B307 kommen, zusätzlich zu den vier bereits gepflanzten Winterlinden, um so den durch hohe Parkplatzdichte städtebaulich eher abgewerteten Bereich direkt am Seeforum noch grüner zu gestalten.“ ksl

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