Wieder Ausgabe zur Regionalgeschichte aufgelegt

Nach 16 Jahren Pause: „Miesbacher Hefte“ neu belebt

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Nicolas Klöcker (v.l.), Geschichtslehrer am Gymnasium, Schulleiter Rainer Dlugosch, Barbara Wank vom Stadtarchiv Miesbach und Leon Walther, der Verfasser der vorgestellten Arbeit, mit der Neuausgabe der „Miesbacher Hefte“.

Miesbach – Im Rahmen eines Vortrags zum Bergwerk Miesbach wurde jüngst am Gymnasium Miesbach eine neue Ausgabe der „Miesbacher Hefte“ der heimatkundlich interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Schulleiter Rainer Dlugosch zeigte sich erfreut darüber, dass nach einer 16-jährigen Pause das Stadtarchiv Miesbach in Kooperation mit dem Gymnasium die Tradition der blauen Hefte wieder aufgreift.

Diese wurden 1985 erstmalig veröffentlicht und folgten dem Ziel, die Ergebnisse einer aus dem Leistungskurs Geschichte heraus entstandenen Facharbeit einem größeren Kreis an Interessierten zur Verfügung zu stellen. Der Fokus lag und liegt auf Themen und Arbeiten, die in engerem oder weiterem Zusammenhang zum Ort oder zur Region Miesbach standen und stehen.

Manches hat sich seit jener Zeit gewandelt, auch und im Besonderen im Schulleben. Heute spricht man nicht mehr von Facharbeiten sondern von Seminararbeiten, die in einem wissenschaftspropädeutischen Seminar des G8 erarbeitet werden. Umso erfreulicher ist es, dass Schüler in dieser eng getakteten Struktur die Freude und den Fleiß zeigen, sich intensiver mit einer Thematik der Regionalgeschichte zu beschäftigen. Die Arbeiten, die hier gefördert und publiziert werden, sind Beispiele von diesen hervorragenden Ergebnissen.

Der Abiturient Leon Walther befasste sich im Rahmen des aktuell bedeutsamen Themenkomplexes zu „Migration in Miesbach. Inte­gration und Hindernisse“ mit dem Bergwerk in Miesbach. Mit wissenschaftlicher Genauigkeit untersuchte er ein Mannschaftsbuch aus den Beständen des Staatsarchivs München, welches ihm Erkenntnisse zur Sozialstruktur lieferte. Denn Ausgangspunkt des W-Seminars für den Abiturjahrgang 2017/19 in den Leitfächern Geschichte und Sozialkunde war die Überlegung, dass Migrationsbewegungen nicht nur in der Gegenwart stattfinden, sondern seit jeher ein zentrales Element gesellschaftlichen Wandels sind.

In seinem Vortrag stellte Walther die Ergebnisse des neuen 33. Bandes der Miesbacher Hefte vor. Die im Anschluss an den Vortrag gestellten Fragen der Besucher zeugten von dem durchaus bestehenden Interesse an dem weitgehend in Vergessenheit geratenen Kapitel der Miesbacher Stadtgeschichte. Die Publikation ist für 6 Euro erhältlich im Gymnasium sowie im Waitzinger Keller, dem Kulturzentrum der Stadt Miesbach.ksl

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