Nicht mehr zukunftsfähig

Nach zehn Jahren: Neue Planung für Holzkirchner Bauhof / Gelände bei Marschall

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Ausgedient: Der alte Holzkirchner Bauhof sollte schon vor zehn Jahren erneuert werden, nun geht die Gemeinde das Projekt an.

Holzkirchen – Trist, marode, viel zu klein, den Anforderungen der expandierenden Marktgemeinde schier nicht mehr gewachsen – so stellt sich das Bild des in die Jahre gekommenen Bauhofs im Holzkirchner Ortszentrum dar. Nun kommt endlich wieder frischer Wind in die Segel, der Bauhof hat es auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung geschafft, das Gremium die Planung eines neuen Bauhofs genehmigt.

Vor zehn Jahren hatte sich der Gemeinderat schon einmal mit dem Bauhof beschäftigt, diese Planung ist natürlich längst überholt und muss neu aufgelegt werden. Durch gestiegene Einwohnerzahlen gilt es für das Bauhof-Team, mehr Straßen und Flächen zu bewältigen, demzufolge vergrößern sich Mitarbeiterzahl und Fuhrpark, so dass der neue Bauhof einen erheblichen Flächenmehrbedarf hat. Erik Stößel (Bauamt-Technik) hat in enger Zusammenarbeit mit Bauhofleiter Peter Heiß die benötigte Fläche ermittelt. Dabei beträgt der Raumbedarf für die verschiedenen Gebäude und Anlagen, wie etwa Werkstätten, Fahrzeughallen, Lagerhallen, Verwaltungsgebäude, Außenanlagen und Fahrwege 5300 Quadratmeter. Um auf dem neuen Areal, das sich an der Bundesstraße 318 auf Höhe Marschall befindet, einen passgenauen und zukunftstauglichen Bauhof zu realisieren, bewegt sich der Kostenrahmen in einer Spanne von 16 bis 20 Millionen Euro. Die Realisierungszeit betitelt Stößel mit zwei Jahren für die Planung und zwei bis drei Jahren Bauzeit.

Da hatte der Gemeinderat erstmal zu schlucken, war sich aber schnell einig, dass der neue Bauhof unbedingt verwirklicht werden und nicht wieder auf die lange Bank geschoben werden soll. Hans Putzer (SPD) forderte energisch eine Realisierung in unter fünf Jahren, Martin Taubenberger (FWG) sieht das ähnlich, Holzkirchen wächst mehr und mehr, die Leute bräuchten daher ein vernünftiges Handwerkszeug. Auch Herbert Gegenfurtner (CSU) bemängelte, dass der Bauhof nicht mehr zeitgemäß für die Arbeiten sei. Aufgrund der hohen Kosten bat Gegenfurtner darum, Fertighallen mit in Betracht zu ziehen. Parteikollege Sebastian Franz will eine Priorisierung mit schrittweiser Aussiedlung des Bauhofs.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass mit der Planung begonnen werden kann und dass die Erschließungsstraße von der Bundesstraße nach Marschall Amalie-Hohenester-Weg getauft wird.

Peter Heiß war die Erleichterung anzusehen, er hofft für seine Kollegen, dass es nun voran geht. Das Thema sei wirklich eilig, der Arbeitssicherheitsbeauftragte habe sogar schon mit der Schließung einzelner Bereiche des maroden Bauhofs gedroht. stg

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