Spaziergang mit Handy

Für Urlauber und Einheimische interessant: Neue App „Sehenswertes Schliersee“ ist fertig

Präsentation der App „Sehenswertes Schliersee“
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Zu zweit oder alleine – also corona-konform – Schliersee entdecken: Über die Fertigstellung der App „Sehenswertes Schliersee“ freuen sich (v.l.) Initiatorin Beatrix Seidenfus, App-Entwicklerin Sabrina Ganter von Radio Tourism, Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und der Vorsitzende des Touristikvereins und Projektpartner, Johannes Wegmann.

Schliersee – Die neue App, um ein „Sehenswertes Schliersee“ zu erleben, ist fertig und kann ab sofort fürs Smartphone heruntergeladen werden.

Die Präsentation der neuen App „Sehenswertes Schliersee“ fand corona-bedingt in kleinem Rahmen im Heimatmuseum statt. Die App mit sechs Spaziergängen durch Schliersee ist in der momentanen Situation ein echter Gewinn. „Eine sehr interessante Freizeitgestaltung an der frischen Luft“, freut sich Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer über die Fertigstellung des Audioguides mit Informationen zu Geschichte, Kultur und Natur rund um den Schliersee und die Marktgemeinde.

1979 war es die Chronik, die die Schlierseer herausbrachten, um die Geschichte von Schliersee festzuhalten. 2020 hilft die App „Sehenswertes Schliersee“ – ein Audioguide – beim Bewahren. Johannes Wegmann, Vorsitzender des Schliersee-Touristik-Vereins, freut sich über die Erweiterung des kulturellen und geistigen Fundus durch die neue Schliersee-App. Er bedankte sich bei Beatrix Seidenfus, die das Projekt vor zwei Jahren angestoßen und im Team mit den Entwicklern von Radio Tourism aus München, Grafikerin Renate Holzmeier und Gäste-Info-Leiter Mathias Schrön umgesetzt hat. „Ein großes Kompliment“, lobte Wegmann, der nicht nur als Sprecher im Audioguide agiert, sondern sich mit dem Tourismusverein auch finanziell beteiligt hat.

Sechs Wege durch Schliersee und seine Ortsteile mit 70 Baudenkmälern sind entstanden. Fast jeder kennt das Rathaus und die Sixtuskirche in Schliersee. Aber schnell geht man achtlos an anderen Gebäuden vorbei. „Wir sollten nicht immer schimpfen, was uns nicht gefällt, sondern den Blick auf das Schöne richten“, erklärte Beatrix Seidenfus ihre Intention. Entstanden ist eine Broschüre zu den Spaziergängen, Schilder mit QR-Codes an den einzelnen Stationen und das Herzstück: die App.

Touren wie der „Historische Spaziergang“, „Rund um den Weinberg“, „Vom Maibaum nach Süden“, die „Leonhardi-Runde“, „Neuhauser Geschichte(n)“ und die „Almwanderung am Spitzing“ führen Interessierte durch den Ort und erzählen Geschichte und Geschichten. Bei Baudenkmälern denkt man in erster Linie an Baugeschichte, aber die wird zusätzlich durch Informationen etwa zur Entstehung des Klosters, über die Maxlrainer und Waldecker, zur Holzdrift oder aber auch über die Almwirtschaft ergänzt. Die Geschichten werden in der App von Sprechern über Tonspuren erzählt. Fotos, teilweise auch vom Inneren der denkmalgeschützten Gebäude, machen die Erzählungen nochmal lebendiger.

Besonders freut sich die Gemeinde auch über die Leader-Förderung von etwa 22.000 Euro für das über 50.000 Euro teure Projekt. Für den Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Kreisentwicklung Miesbacher Land, Michael Pelzer, sind solche Projekte sehr wichtig. „Die Einheimischen sind wieder mehr stolz auf ihren Ort, wenn sie die vielen Kleinigkeiten wiederentdecken“, sagte er.

Ein Gewinn also nicht nur für den Tourismus in Schliersee, sondern auch für die Einheimischen. „Gerade jetzt in der Corona-Zeit haben vielleicht auch die Schlierseer Zeit für einen Entdeckungsspaziergang durch ihren Ort“, rief Mathias Schrön auf, die App auszuprobieren. Für ihn passt „Sehenswertes Schliersee“ als Fortführung der Straßenbeschilderung mit QR-Codes perfekt in die digitale Strategie Schliersees. Die App steht in Apple-Store und Google-Play-Store zum Herunterladen für das Smartphone bereit. jw

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