Lockdown verlängert

Neue Corona-Beschlüsse: Diese Regeln gelten ab Montag

Markus Söder
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Ministerpräsident Markus Söder erklärt den weiteren Corona-Fahrplan für Bayern.

Landkreis – Auch in Bayern wird der Lockdown bis zum 7. März verlängert – und damit ebenso im Landkreis Miesbach. Die neuen Corona-Regeln im Überblick:

Der Corona-Lockdown wird auch in Bayern bis zum 7. März verlängert. Zusätzlich hat die bayerische Staatsregierung am Donnerstag (11. Februar) neue Regeln festgelegt. Die nächtliche Ausgangssperre gilt künftig nur noch in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 – und dann erst ab 22 Uhr. Grundschulen und Kitas dürfen ab Montag, 22. Februar, wieder öffnen– sofern die Inzidenz unter 100 liegt.

„Die Lage für Bayern hat sich deutlich verbessert“, sagte Ministerpräsident Markus Söder nach der Kabinettssitzung. Die nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr habe sich als überaus wirksam erwiesen. Dennoch gelte diese ab Montag, 15. Februar, nur noch in Hot­spots mit einer 7-Tage-Inzidenz ab 100 aufwärts sowie dann von 22 bis 5 Uhr. Zudem dürfen – ebenfalls an die 100er-Inzidenz gekoppelt – Grundschulen und weitere Abschlussklassen ab Montag, 22. Februar, öffnen. Geplant ist Wechselunterricht mit den üblichen Hygieneregeln. Auch solle es verstärkt Corona-Tests geben, erläuterte Kultusminister Michael Piazolo. Auch Kitas dürfen ab 22. Februar wieder öffnen.

Zudem hat Bayern gemeinsam mit Sachsen und dem Bund die Tschechische Republik und Österreich zu Mutationsgebieten erklärt. Dadurch ist die Einreise nur noch mit negativem Test möglich, erklärte Söder. Wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek ausführte, werde man in Pilotprojekte zum Pooling bei Corona-Tests einsteigen und in Kürze eine bayerische Impfkommission im Klinikum der Universität München (LMU) starten. Diese solle sachgerechte und medizinisch fundierte Einzelfallentscheidungen zur Impfpriorisierung treffen.

Vorerst nicht geplant ist, den Handel wieder zu öffnen. Lediglich Friseure dürfen ab 1. März wieder Kunden empfangen. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch (10. Februar) nach rund fünf Stunden Beratung geeinigt. Zudem wird der Lockdown bis mindestens 7. März weitergeführt. Am 3. März gibt es ein weiteres Treffen, bei dem über das weitere Vorgehen beraten wird.

Weitere Schritte, um die Corona-Regeln zu lockern, sehen Bund und Länderchefs erst, wenn die 7-Tage-Inzidenz stabil bei höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt. Dann könnten Einzelhändler, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder öffnen, hieß es am Mittwoch. Bisher hatten die Politiker als Ziel für Lockerungen eine 7-Tage-Inzidenz von unter 50 ausgegeben. ksl

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