Auswahl für Großprojekt getroffen

Neue Feuerwehr in Tegernsee: Stadtrat gestaltet besonderes Gebäude

Feuerwehr an der Hochfeldstraße in Tegernsee
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Während der Abriss der alten Tegernseer Feuerwehr läuft, wird das neue Gebäude geplant. Es entsteht an gleicher Stelle.
  • vonKatja Schlenker
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Tegernsee – Das neue Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße in Tegernsee wird moderne Architektur mit Beton und Holz. In der jüngsten Sitzung sind die Stadträte ins Detail gegangen.

Während die alte Feuerwehr in Tegernsee bereits in Trümmern liegt, nehmen die Pläne für das neue Gebäude immer konkretere Formen an. In der jüngsten Sitzung hat der Stadtrat weitere Beschlüsse zu dem Großprojekt gefasst.

Bereits fest steht, dass das neue Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße im Erdgeschoss eine Betonfassade erhalten wird und an den beiden oberen Geschossen eine Holzverschalung. In der jüngsten Sitzung ging es nun um die Frage, wie Beton und Holz gestaltet werden sollen. „Für beide Materialien sind Muster erstellt worden, die die Mitglieder des Stadtrats vorab anschauen konnten“, erklärte Bauamtsleiterin Bettina Koch.

Ungleiche Färbung bei natürlichem Holz

Für den Beton gibt es vier Varianten: Dessen Oberfläche kann fein oder grob sandgestrahlt sowie leicht gestockt oder in der Optik einer Bretterschalung wirken. Beim Holz ist das Material immer Lärche und es werden – sofern gewünscht – Lasuren der Firma Keim verwendet, weil diese ohne Biozide oder mineralölhaltige Grundstoffe auskommen.

„Bei Lasur ist zu beachten, dass nach zehn Jahren auch hier Veränderungen in Richtung Grau eintreten“, erläuterte Bettina Koch. „Bei unbehandeltem Holz ist zu beachten, dass über die Jahre eine ungleiche Färbung eintritt, je nach Wetterseite und Dachüberstand.“ Dies könne in Zwischenstadien unansehnlich oder auch ungepflegt wirken.

So soll das neue Feuerwehrhaus an der Hochfeldstraße in Tegernsee aussehen.

Ratsmitglied Florian Kohler (Bürgerliste) hatte noch einen weiteren Vorschlag: „Man kann das Holz erhalten, indem man es regelmäßig mit einer Öllasur behandelt“, erklärte er. „Dann bleibt die Optik und erhält einen honigfarbenen Ton.“

Dem widersprach Andreas Feichtner (CSU): „Man kann die Verfärbung nicht beeinflussen, weil die Sonne von allen Seiten und immer in einem anderen Winkel drauf scheint.“ Zudem gab er zu bedenken, dass es sich um die Feuerwehr handele und eher hinderlich sei, wenn das Gebäude dann in regelmäßigen Abständen eingerüstet werden müsste, um es zu streichen.

Betonsockel gestockt gestalten

So sah es auch die Mehrheit der Stadträte, die sich dafür aussprach, das Lärchenholz in einem dunkleren Farbton zu lasieren. Zudem soll die Holzfassade mit etwa 20 Zentimeter breiten Brettern und Boden-Deckel-Schalung umgesetzt werden. Auch dieser Beschluss fiel mehrheitlich.

Beim Betonsockel entschieden sich die Stadträte mehrheitlich für die gestockte Gestaltung. Außerdem sollen einzelne Fertigteile geliefert werden, statt die Mauern vor Ort zu gießen. Das spart Kosten, auch wenn dadurch Fugen sichtbar werden. Zuvor hatte Florian Kohler die ausführende Architektin Claudia Schreiber gefragt, welche Mehrkosten ohne Fertigteile entstehen würden. Da es sich um Handarbeit handele, würden knapp 70.000 Euro anfallen, überschlug sie. Eine Summe, die den Stadträten dann doch zu hoch war. So fiel die Entscheidung auf die günstigere Variante. ksl

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