Nächste Hürde genommen

Neue Mittelschule in Holzkirchen wird viel teurer als geplant

Mittelschule Holzkirchen
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Abbruch und Neubau der Holzkirchner Mittelschule werden deutlich teurer. An der Notwendigkeit des Projekts lassen die Marktgemeinderäte aber keinen Zweifel.

Holzkirchen – Die neue Mittelschule in Holzkirchen soll zum Schuljahr 2025/2026 in Betrieb gehen. Eins ist bereits jetzt klar: Der Neubau wird viel teurer als geplant.

Bei einer Machbarkeitsstudie zur Holzkirchner Mittelschule waren im Oktober 2019 für den Abbruch des Bestandsbaus und dessen Neubau Kosten in Höhe von rund 25,9 Millionen Euro geschätzt worden. Kürzlich hat Objektplaner Ludwig Karl den Holzkirchner Marktgemeinderäten die Vorentwurfsplanung und aktuelle Kostenschätzung präsentiert.

Demnach sind die Kosten inzwischen auf etwa 36,7 Millionen Euro gestiegen. Dafür verantwortlich sind Preissteigerungen im Baugewerbe und technische sowie schulische Aufrüstungen. Das Gremium trug die Planung dennoch ohne Gegenstimme mit.

18 statt 16 Klassenzimmer

Begeistert waren die Marktgemeinderäte über die Mehrkosten nicht gerade. So nahm das Gremium zähneknirschend zur Kenntnis, dass laut Ludwig Karl die Kosten im Baugewerbe seit 2019 um rund 17 Prozent gestiegen seien. Nicht absehbar waren damals außerdem höhere Kosten für die Bodensanierung und aufwendigere Tiefgründungen wegen der Bodenverhältnisse.

An den seither von den Gemeinderäten auf den Weg gebrachten Ergänzungen mochte niemand rütteln. So wird es bei der Aufstockung von 16 auf 18 Klassenzimmern, dem Einbau einer mechanischen Lüftungsanlage, der Beschaffung moderner IT-Geräte, WLAN in allen Klassenzimmern und einer zeitgemäßen Küchenausstattung bleiben.

Auch die geschätzt 15.000 Euro brutto mehr, die für die Überdachung von allen 220 Fahrradabstellplätzen notwendig sind, wurde für sinnvoll erachtet. Gemäß Stellplatzsatzung wäre nur die Überdachung der Hälfte der Radstellplätze gefordert.

Bedenken wegen Höhe der Schule

Kopfzerbrechen bereitet indes noch die Höhe der neuen Schule: Mit 17 Metern ist der Vorentwurf rund eineinhalb Meter höher als die Machbarkeitsstudie. Verantwortlich dafür ist in erster Linie die Lüftungsanlage. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt muss nun in der weiteren Entwurfs- und Genehmigungsplanung die Wandhöhe reduziert werden. „Ich bin überzeugt, dass wir hier noch eine intelligente Lösung finden werden“, meinte dazu Bürgermeister Christoph Schmid.

Der Beschluss, die Planung auf Basis der vorliegenden Vorentwurfsplanung mit Kostenschätzung fortzuführen, fiel schließlich einstimmig. Damit haben die Gemeinderäte eine weitere Weiche gestellt, damit die neue Mittelschule im besten Fall im Schuljahr 2025/2026 in Betrieb gehen kann. hac

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