Der Bau des neuen Achter-Sessellifts am Sudlfeld beginnt erst 2017

Start mit Verspätung

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Der alte Grafenherberglift verhinderte den Baubeginn des neuen Achter-Sessellifts am Sudlfeld

Sudlfeld – Der Spatenstich für den Bau des neuen Achter-Sessellifts am Sudlfeld ist verschoben. Eigentlich hätte es im Sommer losgehen sollen. Ein sich hinziehender Rechtsstreit mit dem Pächter des alten Grafenherberglifts verhinderte jedoch einen zeitgerechten Baubeginn.

Nächstes Jahr wollen die Vereinigten Liftbetriebe Sudelfeld aber dann definitiv loslegen. Weil der alte Grafenherberglift im Sommer immer noch stand, muss die zweite Ausbaustufe der Modernisierung des Skigebietes Sudlfeld warten. Der Pachtvertrag mit dem Besitzer des betagten Schleppers ist 2013 ausgelaufen und der Lift hätte eigentlich abgebaut werden müssen. Als neuer Pächter des Areals hätten die Vereinigten Liftbetriebe Sudlfeld schon damals darauf bestehen können. Allerdings kamen deren eigenen Liftbaupläne für diese Trasse nicht recht voran und so waren sie mit dem Weiterbetrieb des Lifts einverstanden. Nicht zuletzt, um den Skibetrieb ohne größere Einschränkungen am Laufen zu halten. Daraus zog die Betreiber-Familie dann den Schluss eines Gewohnheitsrechts und weigerte sich, den Lift nach der Wintersaison 2015/16 abzureißen. 

Der Grundstückseigentümer klagte schließlich auf Räumung. Dieses Verfahren zog sich jedoch in die Länge. „Um trotzdem zeitgerecht anfangen zu können, haben wir sogar schon Planungen für die Verlegung neben den Grafenherberglift in Auftrag gegeben. Die Gutachten dafür kosteten alleine zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Zudem wäre der Lift auch noch mit jedem Tag längeren Wartens des Vertragsabschlusses mit der Baufirma teurer geworden“, teilte Egid Stadler, Sprecher der Vereinigten Liftbetriebe Sudelfeld, auf Anfrage mit. „Es blieb dann nichts mehr anderes übrig, wir mussten die Reißleine ziehen. Aber nächstes Jahr geht es mit dem Bau definitiv los.“ 

Inzwischen haben sich nämlich lauf Stadler alle Betroffenen vor Gericht auf einen Vergleich geeinigt. Demnach soll der alte Grafenherberglift die Skifahrer noch eine letzte Saison nach oben schleppen und Ende April 2017 endgültig abgebaut werden. „Dann steht dem Bau des neuen Achter-Sessels in seiner ursprünglichen Planung nichts mehr im Wege“, versicherte Stadler. Der Plan sieht die untere Trasse im Bereich der Schleppspur des alten Grafenherberglifts vor. Allerdings soll der neue Lift deutlich länger werden und die Skifahrer bis hinauf zum Sudlfeldkopf bringen. Mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde soll er sogar die schnellste Sesselbahn Deutschlands werden.

hac

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