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Die Stiftung sorgt für wertvolle Unterstützung des Kinderdorfs Irschenberg

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Von: Fridolin Thanner

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Heike Reichel, Wolfgang Hodbod und Hermann Sollfrank bilden den neuen Stiftungsrat scheidende Stiftungsrätin Antonie Merz
Heike Reichel (l.), Wolfgang Hodbod (2.v.r.) und Hermann Sollfrank bilden den neuen Stiftungsrat der Dr. Erika Boeckmann – Luibl Kinderdorfstiftung, der die scheidende Stiftungsrätin Antonie Merz mit einem Blumenstrauß verabschiedete. © Florian Lintz/bfl-relations.de

Irschenberg – Der neue Diözesan-Caritasdirektor Hermann Sollfrank wurde vor Kurzem in Irschenberg für die kommenden drei Jahre als Stiftungsrat der Kinderdorfstiftung gewählt.

2005 ist die gemeinnützige Stiftung von Erika Boeckmann aus Prien ins Leben gerufen worden. Die alleinstehende Ärztin wollte zu Lebzeiten mit ihrem Vermächtnis über ihren Tod hinaus Kindern und Jugendlichen helfen, die ohne eigene Schuld in Not geraten sind.

Der Stiftungszweck der Dr. Erika Boeckmann – Luibl Kinderdorfstiftung sieht deshalb Maßnahmen und finanzielle Leistungen vor, um den Erhalt und Betrieb des Caritas Kinderdorfs zu sichern, um Zuwendungen über den Dorfleiter an die dort lebenden Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen und um pädagogische Projekte zu fördern.

Dabei entscheidet der Stiftungsrat in allen grundsätzlichen Angelegenheiten und beaufsichtigt den Stiftungsvorstand bestehend aus Kinderdorf-Verwaltungsleiter Hannes Klapos und dem Geschäftsführer der Caritas-Zentren Oberbayern, Axel Hannemann.

Boeckmann war es wichtig, dass in den Stiftungsrat stets eine Person gewählt wird, die die Arbeit in einer Kinderdorffamilie aus eigenem Erleben kennt. Diese Funktion übernimmt zukünftig Heike Reichel, die die ausscheidende Antonie Merz ersetzt. Dorfleiter Wolfgang Hodbod komplettiert den Stiftungsrat für weitere drei Jahre.

Seit Gründung der gemeinnützigen Stiftung weiß Hodbod um deren Bedeutung für die Jugendhilfeeinrichtung: „Der große Vorteil einer Stiftung ist, dass wir mit den regelmäßigen jährlichen Geldzuwendungen fix planen können. Denn im Gegensatz zu Spenden, auf die wir ebenfalls angewiesen sind, wissen wir hier genau, mit welchen Erträgen aus dem Stiftungsvermögen wir jedes Jahr rechnen können.“

Denn das Besondere einer Stiftung ist, dass das einmal eingebrachte Kapital erhalten bleibt. Nur aus den Erträgen – wie Zinsen oder Mieteinnahmen – dürfen Maßnahmen gefördert werden, die den Stiftungszweck erfüllen. Und gerade die Einnahmen aus dem Immobilienvermögen der Kinderdorfstiftung sind in Niedrigzinszeiten eine verlässliche Größe.

In Bayern gibt es laut dem Bundesverband Deutscher Stiftungen aktuell 4.248 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts. Auch Zustiftungen, Spenden in das Vermögen einer Stiftung, sind möglich. „Während die Gründung einer eigenen Stiftung nur bei großen Vermögen sinnvoll ist, sind Zustiftungen in jeder Höhe für jedermann möglich“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hannes Klapos.

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