CSU nominiert ihren Ortsvorsitzenden 

Florian Sareiter will Wiesseer Bürgermeister werden

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Wahlleiterin Isabelle Schaebbicke,, Kreisvorsitzende der Frauen-Union Miesbach, gratulierte Florian Sareiter als erste zur Nominierung als CSU-Bürgermeisterkandidat.

Bad Wiessee – Was als offenes Geheimnis galt, bestätigten jetzt 23 stimmberechtigtes Mitglieder des CSU-Ortsverbandes: Florian Sareiter (40) möchte 2020 auf dem Bad Wiesseer Bürgermeisterstuhl Platz nehmen.

Die Nominierung fand im Gasthaus zur Post statt und erfolgte einstimmig. Gemeinsam, Bewahren und Bewegen waren die drei Schlagworte, unter die der CSU-Ortsvorsitzende seine Antrittsrede stellte. Außerdem spornte er den Ortsverband an, alles zu geben, um möglichst viele Gemeinderatssitze zu ergattern. Der wird 2020 von 16 auf 20 aufgestockt, weil die Gemeinde jetzt mehr als 5000 Einwohner hat. Wie Sareiter sagte, hat sich der Ortsverband bewusst früh darauf verständigt, einen Kandidaten für die Kommunalwahl im März 2020 zu nominieren. Damit soll Zeit sein, um im Dialog mit den Bürgern mittels Kommunikation, Information und Transformation ein Wahlprogramm zu schnüren, das widerspiegelt, was die Wiesseer auch wollen. „Ich möchte den Ort jeden Tag ein bisschen besser machen und ein Bürgermeister für alle sein“, sagte Sareiter überzeugt davon, dass es an der Zeit ist, dass in der Gemeinde nach zwölf Jahren wieder ein frischer Wind weht. Seine Vorstellung ist eine „Mitmach-Gemeinde“, in der die Bürger nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Dazu möchte er unter anderem eine Kommunikations-App als Plattform für alle Parteien einrichten sowie Jugend-, Senioren- und Wirte-Sprecher installieren. Bewahren möchte er den in die Jahre gekommenen Badepark: „Wo sollen unsere Kinder sonst Schwimmen lernen und die Wasserwacht trainieren?“ Darüber, wie die Sanierung von statten gehen oder ob ein Neubau in Betracht gezogen werden soll, möchte er die Bevölkerung mit ins Boot holen. „Keiner kennt bisher die unter Verschluss gehaltenen Pläne, so geht das nicht“, monierte er und meinte weiter: „Es müssen auch nicht immer Superlativen sein.“ Überhaupt seien die Schulden der Gemeinde eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Er möchte sich dafür stark machen, dass Projekte, die die Bürger betreffen, wie Straßen, Kinderbetreuung, Wasserversorgung aber auch die adäquate Ausrüstung der Feuerwehr, künftig im Vordergrund stehen: „Um aus der Schuldenspirale herauszukommen, müssen wir besser sondieren und priorisieren.“ Unter der Überschrift „Bewegen“ ging Sareiter auf den Verkehr und bezahlbaren Wohnraum ein. Notwendig sei es demnach unbedingt, dem MVV beizutreten und die Tegernsee-Schifffahrt mit ins ÖPNV-Netz zu integrieren. Um Druck aus dem innerörtlichen Verkehr zu nehmen, empfahl er, öfter mal aufs Rad zu steigen. Dazu sollten mehr Radwege ausgewiesen werden, die auch nicht unbedingt am See entlang führen müssen. Innovativ möchte er auch das Brennpunktthema bezahlbares Wohnen angehen: „Warum nicht über eine Tauschbörse nachdenken? Viele ältere Menschen würden vielleicht gerne ihre große Wohnung gegen eine kleinere eintauschen. Da könnte die Gemeinde vielleicht als Vermittler mit Kleinfamilien auftreten, die nach mehr Wohnraum suchen.“ Aber auch Bürgerprojekte, bei denen die Gemeinde Baugrund zur Verfügung stellt, brachte Sareiter ins Spiel. „Sinnlosen Flächenfraß wie im Brenner-Park gibt es mit mir aber nicht“, versprach er. Zum Thema Touristik meinte der Bürgermeisterkandidat: „Die Einigkeit im Tal wird mit entscheiden, ob wir hier überleben oder nicht.“ Daher möchte er auch das Thema Erhöhung der Kurtaxe noch einmal angehen: „Sollte bis zur Wahl nächstes Jahr kein tragfähiger Kompromiss gefunden werden, könnte der neue Gemeinderat dies Entscheidung auch revidieren.“ Gleichwohl versprach er, dass unter seiner Ägide Kommunalpolitik nicht von Parteipolitik geleitet werden soll: „Dazu bin ich bereit und motiviert. Wir brauchen in Zukunft keine Experimente und schon gar kein weiter so.“      hac

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