Geduld an der Oberen Tiefenbachstraße

Start der Kreisel-Bauarbeiten in Hausham / Sechs Monate geplant

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Anfang Juni geht es mit den Bauarbeiten für den Kreisel an der Oberen Tiefenbachstraße los. Rund sechs Monate sollen diese dauern.

Hausham – Mit dem Beginn der Bauarbeiten für den Kreisel an der Haushamer Tiefenbachstraße Anfang Juni wird für Anwohner und Verkehrsteilnehmer eine rund sechsmonatige Geduldsprobe mit Lärm, Schmutz und Verkehrsbeschränkungen beginnen. Darauf hat Bauleiter Sepp Schreder von der Rosenheimer Firma Infra in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorbereitet. Wie er mehrmals betonte, wird es vor allem deshalb kompliziert, weil die Bauarbeiten praktisch im laufenden Verkehr stattfinden. Täglich müssen dann im Durchschnitt rund 19.000 Fahrzeuge dieses Nadelöhr passieren.

Wie Schreder erklärte, geht es mit den Bauarbeiten am Montag, 3. Juni, mit der ersten Phase los. Dabei wird ein Dammkörper gegenüber der Tiefenbachstraße aufgebaut. Der ist notwendig, um den Platz für den Kreisverkehr mit 40 Metern Durchmesser zu schaffen. „Mit der Festigkeit dieser Aufschüttung steht und fällt die ganze Konstruktion“, sagte Schreder. Bis Mitte August soll diese Phase andauern. Während dieser fallen die Linksabbiegespuren weg und die Verkehrsführung wird verschmälert. Trotzdem soll ein Begegnungsverkehr auch für Lastwagen möglich sein. Nachdem dann die Rohre für Wasser, Gas und Telekommunikation neu verlegt worden sind, geht es mit Phase zwei weiter. In dieser werden die neuen Fahrbahnen aufgebaut. Auch dabei soll der Verkehr in beide Richtungen fließen. „Allerdings nur mit 30 km/h, außerdem müssen wir die Obere Tiefenbachstraße in der Zeit abtrennen“, nannte Schreder die Einschränkungen. Die Kunden der Einkaufsmärkte und Anwohner müssen dann entweder über Wörnsmühl oder über die Rathausstraße fahren. Um Allerheiligen soll diese Phase abgeschlossen sein.

In den nächsten beiden Bauabschnitten muss die Bundesstraße im Baustellenbereich komplett gesperrt werden, um die insgesamt 32 Zentimeter dicke Asphaltschicht aufzutragen. Hier kommt es darauf an, gutes Wetter zu haben. „Der Asphalt wird in vier Schichten aufgetragen, für jede braucht es eine Nacht zum Auskühlen und Härten. Wir hoffen, dass die Komplettsperrung nicht länger als zwei Wochen dauert“, erklärte Schreder. In dieser Zeit wird fast der ganze Verkehr über die eh schon mitgenommene Rathausstraße laufen. Die wird danach, wie Bürgermeister Jens Zangenfeind befürchtet, wohl ziemlich hinüber sein. Schreder bestätigte das. Den Abschluss finden die Bauarbeiten mit Markierungsarbeiten, Beschilderung, dem Anbringen der Schutzplanken und dem Anlegen der Bankette. „Wenn alles gut läuft und das Wetter mitspielt, sind wir Mitte bis Ende November fertig“, prognostizierte Schreder.

Wie Zangenfeind danach noch anmerkte, möchte die Gemeinde während der Bauarbeiten in jedem Fall sichere Gehwege ausweisen. Außerdem bat auch er die Bevölkerung um Verständnis für die Unannehmlichkeiten und meinte: „Wir sind froh, dass es geklappt hat, den Kreisverkehr zu realisieren. Letztlich wird er die erhoffte Verbesserung für Anwohner und Verkehrs­teilnehmer bringen.“ Die Kosten für das Projekt liegen ohne Grund­erwerb bei rund 1,8 Millionen Euro. Etwas über 70 Prozent davon übernimmt das Staatliche Bauamt Rosenheim, den Rest der Landkreis. Die Gemeinde muss, wie Zangenfeind in Richtung der beiden Ämter dankbar feststellte, lediglich für die Neuverlegung der Versorgungsleitungen und der Gehwege aufkommen. Übernommen werden die Bauarbeiten von der Firma Isenmann aus Fischbachau. Einzelheiten zu den Bauphasen und aktuelle Infos zu den Einschränkungen möchte die Gemeinde dann in Kürze auch auf ihrer Homepage veröffentlichen. hac

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