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Delegation aus dem Oberland in Berlin: Diskussion zu Wolf und Kombihaltung

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Von: Sabrina Winklmaier

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Vertreter der Landwirtschaft, des Tierschutzvereins und der Naturschutzbehörde aus dem Oberland in Berlin
Starke Delegation aus Bayern: Aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch Partenkirchen und Miesbach reisten vor Kurzem Vertreter der Landwirtschaft, des Tierschutzvereins und der Naturschutzbehörde nach Berlin. Ihr Anliegen: Bär, Wolf und Kombihaltung. © GB

Landkreis – Eine Delegation aus dem Oberland fuhr nach Berlin, um ihre Perspektive bei den Themen Kombihaltung und Wolf deutlich zu machen.

Ein starkes Zeichen setzten vor Kurzem eine Delegation aus Landwirten, Tierschützern, Naturschutzbehörde und Landräten aus den Landkreisen Miesbach, Garmisch und Bad Tölz-Wolfratshausen. Angeführt wurde die Gruppe vom Almwirtschaftlichen Verein Oberbayern mit seinem Vorsitzenden Sepp Glatz. Von Miesbacher Seite aus waren Dritter Landrat Josef Bierschneider, Sepp Faas von der Unteren Naturschutzbehörde, Johanna Ecker-Schotte vom Tierschutzverein Tegernseer Tal, Kreisbäuerin Brigitta Regauer und der Miesbacher Bundestagsabgeordnete Karl Bär in den Bundestag gereist.

Den beiden Ministerien Umwelt und Landwirtschaft wollte die oberbayerische Abordnung die Besonderheiten der hiesigen Landwirtschaft näher bringen und bei den beiden umstrittenen Themen Wolf und Kombihaltung „klare Eindrücke aus der Praxis vermitteln“, heißt es in der Pressemitteilung.

Wolf könne in den Alpen nicht koexistent zur Landwirtschaft leben

Der Wolf, so die allgemeine Überzeugung, könne in den Alpen nicht koexistent zur Landwirtschaft leben und in den Bergen nicht in Schach gehalten werden. In der „Wolfs-Debatte“ sei es vor allem ausschlaggebend, auf die Wichtigkeit der Beweidung für die Kulturlandschaft hinzuweisen. Ohne Weiden würden Almen verbuschen und die Alpen ein wichtiges Ökosystem verlieren. Die einstimmige Meinung: Eine breite Wiederansiedlung des Wolfes wäre ein Angriff auf den Arten- und Naturschutz.

Anbindehaltung: An kleine Betriebe denken

Auch beim Thema Anbindehaltung ging es der Delegation um die Erhaltung der bisherigen Strukturen. Sie plädierte, dafür zu kämpfen, dass politische Auflagen für kleine Betriebe umsetzbar zu machen. Ansonsten werde das Höfesterben „rapide angeheizt“. Für viele Landwirte in der Region ist der Fortbestand der Kombihaltung notwendig. „Das Modell der halbjährlichen Anbindung im Stall mit viel Freilauf im Sommer sei absolut tierfreundlich und nicht einfach mit anderen Arten der Anbindehaltung über einen Kamm zu scheren“, heißt es von Seiten der Delegation. Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan: „Bei beiden großen Themen müsse man die Besonderheiten der Alpenlandkreise klar herausarbeiten und auch auf die Zielkonflikte hinweisen“.

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