Schönheiten im Ring

Landwirtschaftsauszubildende beweisen sich beim Kälberaufzuchtwettbewerb

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Die Zuchtverbandsvorsitzenden und Preisrichter Josef Steingruber und Johann Rauchenberger, der Tölzer Kreisobmann Peter Fichtner (v.l.) sowie (v.r.) Markus Fink, der Miesbacher Zuchtleiter Franz Gasteiger und der Miesbacher Kreisobmann Hans Hacklinger gratulierten den Besten der Kälbervorführung (ab 4.v.l.) Johannes Erhard (Rang eins), Anna Mayer (Rang zwei) und Anian Ziegler (Rang drei).

Miesbach – Die Stunde des Nachwuchses schlug jüngst in der Oberlandhalle in Miesbach, wo die Landwirtschaftsauszubildenden am Kälberaufzuchtwettbewerb teilnahmen. Ausgerichtet wurde dieser von den AELFs Holzkirchen und Weilheim. Die Lehrlinge kamen aus den Kreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Starnberg, Garmisch-Partenkirchen und dem Ostallgäu. Die Vorführung der Kälber im Ring der Halle ließen sich natürlich auch die Familienangehörigen, Ausbilder der Azubis und Interessierte nicht entgehen.

Die Zuschauer sahen, dass die Lehrlinge sich viel Mühe bei der Aufzucht der schönen Tiere gegeben hatten und ebenso beim Herrichten für die Vorführung, mit Schur, Waschen oder auch einem schmückenden Buchsbaumkranz am Halfter. Neben der Gepflegtheit der Kälber bewerteten die Preisrichter Johann Rauchenberger (Zuchtverbandsvorsitzender Miesbach) und Josef Steingruber (Zuchtverbandsvorsitzender Fleckvieh Weilheim) viele weitere Details wie die Entwicklung des Tieres, dessen Fundament, die Euterlage und Oberlinie. Für das Exterieur gab es maximal 20 Punkte, für die Vorführung 40 Punkte. Nach sechs Vorstellungsrunden qualifizierten sich elf der 27 gezeigten Kälber für die Endrunde. Die Tiere zu bewerten sei eine „ehrenvolle Aufgabe“, aber auch schwierig, wie Steingruber bekannte: „Ein Rindl ist schöner als das andere.“

Schließlich fiel die Entscheidung. Rang eins bei der Kälbervorführung belegte Johannes Erhard aus Rottenbuch (Herkunftsbetrieb des Kalbes: Josef Hindelang, Uffing am Staffelsee) vor Anna Mayer aus Dietramszell (Herkunftsbetrieb des Kalbes: Georg Grabmaier, Weyarn) und Anian Ziegler aus Warngau (Herkunftsbetrieb des Kalbes: Josef Bernwieser, Bad Heilbrunn).

Beim Wettbewerb war man sich einig, dass sämtliche Azubis ein Lob verdient hatten. „Gratulation an die Sieger und alle, die ihre Kälber präsentiert haben. Macht weiter so“, fasste es Rauchenberger zusammen. Das Engagement der Lehrlinge hob Ausbildungsberater Markus Fink vom Landwirtschaftsamt Holzkirchen hervor. Die Azubis müssten eigentlich nur einen praktischen Wettbewerb pro Jahr absolvieren. Für viele von ihnen sei dies aber bereits der zweite. Dass die Veranstaltung gerade für den Berufsnachwuchs wichtig sei, betonte Landwirtschaftsamtsleiter Rolf Öhler und stimmte die Anwesenden auf den Höhepunkt des Wettbewerbs ein. Dessen einer Teil war die Kälbervorführung. In die Bewertung floss aber auch noch der Leittext der Azubis ein, mit dem sie die Aufzucht der Tiere dokumentiert hatten. Hier gab es maximal 40 Punkte – zusammen mit der Präsentation der Kälber waren also gesamt 100 Punkte möglich.

Die drei Besten erzielten in beiden Kategorien hervorragende Ergebnisse. Beim Gesamtsieg des Kälberwettbewerbs errang Anna Mayer (97,8 Punkte) den ersten Platz vor Johannes Erhard (96,2 Punkte) und Anian Ziegler (95,8 Punkte).maf

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