Camper in Ostin

Oedberg: Mehr Stellplätze für Wohnmobile

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Am Oedberg soll die Zahl der Wohnmobilstellplätze aufgestockt werden.

Gmund – An der Freizeitanlage Oedberg stehen seit dem vergangenen Sommer 22 Wohnmobilstellplätze bereit. Das Angebot wird von den Campern gut angenommen, deshalb soll jetzt die Platzanzahl auf 47 steigen.

„Es besteht ein großer Trend zum Wohnmobil, aber im Landkreis Miesbach gibt es fast keine Angebote, stellte Gmunds Bürgermeister Alfons Besel eingangs der jüngsten Gemeinderatssitzung fest. Laut Statistik ließen Wohnmobilisten 40 Euro pro Tag und Person an dem Ort, an dem sie bleiben. Auch nehme die wirtschaftliche Bedeutung der Radfahrer zu, wies Besel mit Blick auf die am Oedberg geplante Radstation hin.

„Es wurde im Gemeinderat beschlossen, Wohnmobilflächen zu situieren“, ließ Lothar Zettler vom Planungsbüro LARS Consult Revue passieren. Jetzt seien sämtliche Änderungen in die Planunterlagen eingearbeitet worden, informierte Zettler. Zugleich machte er deutlich, dass in der Planung nichts drin stehe, was nicht schon beschlossen worden sei und empfahl, diese ins Verfahren zu schicken.

Anschließend durfte sich Georg Reisberger, Geschäftsführer der Oedberg GmbH, zu Wort melden. „Wir haben 22 Plätze hergestellt, die gut angenommen werden. Auch jetzt ist nachhaltig Bedarf da, obwohl wir noch keine große Werbung gemacht haben“, berichtete er. Den richtig großen Schub erwartet sich der Geschäftsführer, wenn der Platz fertig angelegt und sanitäre Anlagen für Gäste entstanden sind. Um die Zukunft des Oed­bergs zu sichern, „brauchen wir ein wetterunabhängiges Angebot“, hob Reisberger hervor. Entwickle sich alles nach Wunsch, würden die 47 Stellplätze nicht ausreichen. „Dann müssen wir uns wahrscheinlich noch weiter ausdehnen“, sagte er.

Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) bat darum, nicht gleich „die nächsten drei bis vier Salamischeiben“ im Hintergrund zu haben. Den Wohnmobilpark mit den derzeit geplanten Ausmaßen fand Rabl in Ordnung, konnte sich aber weitere Plätze in diesem „sensiblen“ Gebiet nicht vorstellen. Auch Michael Huber (SPD) brachte die Themen Wasser- und Landschaftsschutz aufs Tapet und ließ zudem den Wunsch laut werden, „das Areal mal grob abzustecken“. Klar gegen eine Ausweitung der Fläche sprach sich Grünen-Rätin Helga Wagner aus. Christine Zierer (FWG) sah die Sache anders: „Jetzt lasst es doch mal laufen und sagt nicht schon von vornherein, dass es dann langt. Was haben wir denn groß an Freizeit in Gmund zu bieten?“ Martina Ettstaller (CSU) zeigte sich angetan von dem Angebot für die Wohnmobilisten, und Barbara von Miller (SPD) freute sich über die bisherige positive Resonanz. Es gehe um die Existenz des Oedbergs,machte Reisberger deutlich. Sollte die Aussicht auf eine weitere Ausdehnung der Stellplätze nicht bestehen, „dann wird mit dem Oedberg gar nicht mehr viel passieren“. Nach der kontroversen Diskussion billigte schließlich der Gemeinderat den Bebauungsplan-Entwurf mit drei Gegenstimmen. rei

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