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Weidefleischbetrieb in Fischbachau schließt sich Öko-Modellregion an

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Kathrin und Hans Kirchberger vom Koglhof in Fischbachau
Kathrin und Hans Kirchberger freuen sich über das Bio-Zertifikat für ihren Koglhof in Fischbachau. © ÖMR

Fischbachau – Mit dem Koglhof am Auerberg in Fischbachau gibt es einen weiteren bio-zertifizierten Betrieb in der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland.

Hans Kirchberger vom Koglhof am Auerberg in Fischbachau schwärmt von der wunderschönen Landschaft im Miesbacher Oberland: „Die Entwicklung unserer Landwirtschaft ist mir und meiner Frau ein Herzensanliegen. Eben auch, um diese wunderschöne Landschaft so zu erhalten, wie sie ist. Die Nutzung heimischer Kälber, kurze Transportwege sowie die extensive und artgerechte Aufzucht im Bio-Bereich stellen für uns eine sinnvolle Wirtschaftsweise dar.“

Der Koglhof mit seinen artenreichen Wiesen und Weiden, den Streuobstbäumen und Hagen ist das Ergebnis jahrhundertelanger Bewirtschaftung. Doch stehengeblieben ist er nie. Jede Generation bringt ihre eigenen Vorstellungen ein und so stellen auch Kathrin und Hans Kirchberger, die den Betrieb seit 2016 im Nebenerwerb führen, auf neue zukunftsfähige Weise um. Aufgrund der vielen Steilhänge rund um den Hof wird dieser seit jeher extensiv und mit viel Handarbeit gewirtschaftet. Von daher war die Umstellung auf Bio naheliegend.

Umstellung des Koglhofs auf Bio

Die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland (ÖMR) gratuliert der Familie Kirchberger zum Bio-Zertifikat für ihre Landwirtschaft, das Mitte April 2022 ankam. Für die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland ist die Umstellung des Koglhofs auf Bio ein weiterer wichtiger Schritt für die Bio-Fleisch-Strategie.

ÖMR-Managerin Stephanie Stiller ist dankbar für den weiteren Bio-Betrieb unter den Miesbacher Weidefleisch-Landwirten: „Der Koglhof ist einer von vielen wichtigen Bausteinen bei der Bio-Fleisch-Erzeugung. Bio-Milchviehbetriebe der Umgebung können die Kälber, die sie nicht für die eigene Nachzucht brauchen, an Familie Kirchberger abgeben. So werden lange Transporte vermieden und die regionale Bio-Wertschöpfung angekurbelt.“

Schlachtung vier- bis fünfmal pro Jahr

Nach Ostern stand der jüngste Schlachttermin an. Anfang Mai gab es das erste Mal Bio-Weidefleisch vom Kogl-Rind. Geschlachtet wird rund vier- bis fünfmal pro Jahr. Die Termine gibt es online unter www.miesbacher-weidefleisch.de und im Newsletter, zu abonnieren unter rind@koglhof.de.

Beim Abholen von bestelltem Fleisch kann sich der Kunde gleich selbst einen Eindruck von dem Berg­bauernhof machen. Für alle, die etwas länger reinschnuppern oder sogar teilhaben wollen, bietet sich ein Urlaub an. Auf dem Koglhof am Auerberg gibt es nämlich auch drei Ferienwohnungen. Weitere Informationen gibt es unter www.koglhof.de. gb

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