Großes Interesse

Darüber tauschen sich die Miesbacher Weidefleischbauern aus

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Nach einigen Kurzvorträgen tauschten sich die 30 Landwirte bei Gesprächen mit den Experten aus.

Landkreis – Die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland wächst. Jüngst haben sich zahlreiche Weidefleischbauern im Bräuwirt ausgetauscht.

Noch vor den Corona-Ausgangsbeschränkungen lud die Öko-Modellregion Miesbacher Oberland direkt vermarktende Landwirte aus dem Fleischbereich zu einem Treffen in den Miesbacher Bräuwirt ein. Auf Wunsch einiger Landwirte organisierte Projektmanagerin Stephanie Stiller auch Kurzvorträge von Experten zu verschiedenen Themen, über die sie nun informiert.

Pünktlich zum Start der Grillsaison gab es ein tolles Angebot auf der Homepage.

Theresia Dennhöfer ist beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen für die Direktvermarkterberatung zuständig. Sie stellte den Landwirten einige Möglichkeiten vor, die sie nutzen können. Über den Naturschutzaspekt von Beweidung sprach Mathias Fischer vom Landschaftspflegeverband Miesbach. Angeregt wurden viele Fragen zum Vortrag über Steuerrecht für Direktvermarkter von Friederike von Heydebrand vom Beratungsdienst des bayerischen Bauernverbandes gestellt. Zudem konnten sich die Teilnehmer mit Marion Geier, Raimund Hartinger und Christian Weis vom Veterinäramt in Miesbach austauschen. Hartinger ging zudem auf die Voraussetzungen ein, die ein Zerlegeraum erfüllen muss, um von den Direktvermarktern genutzt werden zu können, und informierte die Anwesenden zum Lebensmittelrecht.

Auf der Homepage www.miesbacher-weidefleisch.de sind derzeit 17 Betriebe vertreten.

Aufgabe der staatlich anerkannten Öko-Modellregion ist es, die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranzubringen. Dazu gehört auch das Projekt Miesbacher Weidefleisch, das vor eineinhalb Jahren startete. Stephanie Stiller informierte abschließend über die Homepage www.miesbacher-weidefleisch.de und deren Neuigkeiten. Mittlerweile sind 17 Betriebe auf der Seite, weitere wollen dazu gehen.

Alle teilnehmenden Betriebe haben folgende Grundlagen zu erfüllen:

  • Mindestens 100 Tage Weidehaltung pro Jahr. Die meisten Betriebe haben wesentlich mehr Weidetage, bei einigen sind die Tiere das ganze Jahr draußen.
  • Die Fütterung muss heu- und grasbasierend sein.
  • Die Schlachtung muss stressfrei sein und mit kurzen oder ohne Transportwege erfolgen.
  • Das Fleisch soll vor dem Verkauf lange reifen – je nach Sorte zwei bis vier Wochen.

„Ich freue mich, dass dieses Projekt der Öko-Modellregion so gut angenommen wird“, sagt Projektmanagerin Stephanie Stiller. „An dem Abend waren auch viele interessierte Landwirte dabei, die gerne noch mit dazu kommen möchten.“ ksl

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