Stammtisch der Oldtimerfreunde und Rundfahrt mit Bürgermeisterkandidaten

Raritäten auf dem Miesbacher Volksfest

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Gut gelaunt haben auf dem Primus-Traktor von Erhard Pohl (M.) die Miesbacher Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020, Gerhard Braunmiller (l.) und Florian Hupfauer, Platz genommen. Wer im Frühjahr Primus wird, wird sich zeigen.

Miesbach – Was vor vier Jahren aus einer Laune und einem Ratsch zwischen Festwirt Anian Kurz und Oldtimerfreunde-Chef Erhard Pohl entstand, ist heute fester Bestandteil des Miesbacher Volksfests.

Fanden beim ersten Stammtisch gut 20 Fahrzeuge den Weg auf die Festwiese, konnten die Festbesucher heuer bei strahlendem Wetter sage und schreibe 110 zwei-, drei- und vierrädrige Pretiosen bestaunen (mehr Fotos sehen Sie hier). Für deren Prämierung spendierte die Festwirtsfamilie Kurz anstatt von blechernen Staubfängern handfeste Fleisch- und Wurstpackerl. Zum Abschluss stand noch eine Rundfahrt durch die Stadt auf dem Programm, zu der auf Pohls Primus-Traktor die beiden bisher offiziellen Bürgermeisterkandidaten Florian Hupfauer (FDP) und Gerhard Braunmiller (CSU) Platz nahmen. Erwartungsgemäß waren die Trakä in der Überzahl der historischen Fahrzeugschau. Sie bildeten ein schönes, buntes und abwechslungsreiches Spalier rund um den Vergnügungsbereich. Auf dem Vorplatz tummelten sich die „heißeren Öfen“, Mopeds und Kuriositäten wie ein Moto Guzzi Ercole Lasten-Dreirad. Ob so ein technisches Kulturgut in Neuzustand restauriert oder ihm seine Jahre anzusehen sein soll, ist unter den Oldie-Besitzern ein klein wenig eine Glaubensfrage. Beides wird aber fair honoriert und toleriert. Dies zeigte auch die bei so einem Event unumgängliche Prämierung. So wurde von den Teilnehmern als Publikumsliebling der Primus PD 3 von Georg Pöttinger gewählt. Den zweiten Platz belegte der von Werner Tandler aus Pilsting chauffierte Neoplan SH 8 von 1954, der schon als Team-Bus beim Film „Das Wunder von Bern“ und in der BR-Telenovela „Dahoam ist dahoam“ zu sehen war. Ebenfalls im Jahr 1954 lief in Bad Homburg die Horex Regina von Klaus Gertshauser vom Werk, die auf dem dritten Platz der Publikumsgunst landete. Unangefochten an der Spitze des ältesten Fahrzeugs war der Hagedorn Westfalia Baujahr 1935 vom Josef Semmelmann aus Fischbachau. Neben dessen Deutz Dieselmotor mit Verdampferkühlung war auch die sehr spezielle Seilzuglenkung auf alle Fälle einen zweiten Blick wert. Die weiteste Anreise hatte das Ehepaar Grois hinter sich. Sie sind rund 230 Kilometer von ihrem Heimatort Schiedlberg in Österreich mit ihrer ehemals als Privattaxi genutzten kanariengelben Citroen Dyane 6 von 1976 angereist. Unter allen Teilnehmer wurden dann noch drei Sonderpreise verlost, die auf der Bühne von den Bürgermeisterkandidaten Hupfauer und Braunmiller gezogen wurden. Beiden wünschte Pohl, selbst CSU-Stadtrat, schließlich noch einen fairen Wahlkampf und dankte ihnen, dass sie „den Arsch in der Hose haben“, diese Verantwortung zu übernehmen. Politisch neutral meinte er noch: „Wir sind bisher mit der Stadt wirklich sehr gut gefahren, ich bin überzeugt, dass das auch so bleibt. Jetzt möge der Bessere gewinnen.“       hac

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