Optimistisch in die Zukunft

Neujahrsempfang in Bad Wiessee: Höß sieht anhaltenden Aufwärtstrend

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Bürgermeister Peter Höß (r.) wünschte den Gästen gute Gespräche. Mit am Tisch war auch SPD-Landtagskandidatin Verena Schmidt-Völlmecke (2.v.l.).

Bad Wiessee – Bürgermeister Peter Höß trat mit gutem Gewissen vor die rund 100 Gäste im Bad Wiesseer Hotel zur Post. Die Planungen vergangener Jahre tragen Früchte und die weitere Entwicklung der Seegemeinde sieht dank neuer Impulse durchaus positiv aus. Die soziale Komponente soll dabei aber nicht auf der Strecke bleiben.

Es war zwar nicht der Radetzky-Marsch, mit dem die Gäste begrüßt wurden, aber ein bisschen Flair der Wiener Neujahrskonzerte ließ sich durch die gelungenen Darbietungen des Salonorchesters Bad Wiessee schon spüren. Bürgermeister Höß hatte dank der guten Entwicklung laufender und abgeschlossener Projekte dann auch allen Grund, diese positive Stimmung in seiner Ansprache fortzuführen.

Eingangs sandte er aber ein Dankgebet Richtung Himmel: „Wir hatten im vergangen Jahr dreimal einen großen Schutzengel. Beim Brand im Rettungszentrum und der Verpuffung in der Wilhelmina-Quelle mussten wir Gott sei Dank keine Todesopfer beklagen. Ich mag mir auch nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn wir das See-Fest nicht abgesagt hätten und dann von diesem Unwetter überrollt worden wären.“ Wie Höß sagte, hat die Versicherung den Wiederaufbau des Rettungszentrums bis auf eine Deckungslücke von 300.000 Euro übernommen. Durch ein außerordentlich hohes Spendenaufkommen ist der Betrag inzwischen unter 100.000 Euro gesunken. Höß hofft, dass diese Summe im ersten Quartal noch erreicht wird: „Es darf aber gerne mehr werden. Es wurde bisher nur das beschafft, was unbedingt notwendig ist. Alles, was zusätzlich möglich ist, käme uns allen zu Gute.“

Als weiteren Erfolg verbuchte er die anfangs kritisch gesehene Umgestaltung des Lindenplatzes: „Wie ich hörte, wurde 2017 am Lindenplatz so viel Eis verkauft wie lange nicht mehr“, sagte Höß. Er sieht sich in seiner Meinung bestätigt, dass diese städteplanerischen Umgestaltungen für ein Ambiente sorgten, das Unternehmen aus Nachbargemeinden wie Eybel-Pralinen und die Konditorei Krupp auf Bad Wiessee setzen und Läden eröffnen ließ. Weitere sollen noch folgen. Als jüngste Entwicklung gab Höß bekannt, dass die Familie Würtz als bisheriger Pächter des Wieseer Hofs ab dieser Saison das Restaurant am Yachtclub übernehmen wird. Neuer Besitzer des Wieseer Hofes ist Korbinian Kohler.

Diese Entwicklungen unterstützt der von 350 auf 240 Punkte gesenkte Gewerbesteuer-Hebesatz. Die damit zu erwartenden höheren Steuereinnahmen sollen helfen, die ehrgeizigen Zukunftsprojekte wie die Umgestaltung des Badeparks aber auch soziale Verpflichtungen wie beispielsweise das Schulschwimmen zu finanzieren. Interessenten gibt es bereits genug: „Was dazu derzeit noch fehlt, sind mehr geeignete Gewerbe- oder Büroräume im Bereich von 50 bis 100 Quadratmeter. Wer so etwas hat, kann gerne auf uns zukommen“, bat Höß um Unterstützung. Als Grundforderungen nannte er eine Kochecke, eine Toilette, Parkplätze und einen guten Internetanschluss.

Einen Aufwärtstrend vermeldete Höß auch in Sachen Einwohner. So hatten zum ersten Mal über einen Jahreswechsel mehr als 5000 Bürger ihren Wohnsitz in Bad Wiessee. „Wenn es dabei bleibt, wird 2020 der Gemeinderat 20 Sitze haben“, merkte Höß nebenbei an. Ein Grund für das Wachstum könnte das von der Gemeinde gegründete Kommunalunternehmen sein, durch das bezahlbarer Wohnraum geschaffen wurde und weiterer entsteht: „Dieser Schritt war höchste Zeit und die Richtigkeit bestätigt sich jeden Tag aufs Neue“, wertete Höß diesen Schritt der Gemeinde. „Viele der Neubürger verbringen auch ihren dritten Lebensabschnitt bei uns. Nicht wenige von ihnen tragen dazu bei, das Vereins- und Gemeindeleben in Schwung zu halten“, stellte Höß weiter fest. Aber auch die älteren Menschen, denen das nicht mehr so gut gelingt, sollen es in Bad Wiessee angenehm haben: „Es soll schön sein, älter zu werden, nicht traurig.“ Für ihr Engagement in dieser Sache galt daher sein besonderes Lob dem VdK-Ortsverband, der Nachbarschaftshilfe Tegernseer Tal, dem Seniorennachmittag der evangelischen Kirche, dem Altenclub der katholischen Kirche, dem Mehrgenerationenhaus in Rottach-Egern und dem Bürgerstüberl in Bad Wiessee. Allerdings verzichtete die Gemeinde heuer darauf, Einzelpersonen dieser Organisationen auszuzeichnen. Vielmehr gab Höß unter Applaus bekannt, dass diesen Institutionen stattdessen eine Geldspende von je 300 Euro überwiesen wird. 

hac

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