Effektiver und innovativer

Ortsbus: Holzkirchen stimmt sich bei ÖPNV mit Landkreis ab

ÖPNV Holzkirchen
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In attraktivem ÖPNV sieht Holzkirchen nicht nur Standortvorteile. Auch der Individualverkehr soll so reduziert werden.

Holzkirchen – Ein Ortsbus und mehr wird in Holzkirchen derzeit geplant. Auch das Anruf-Sammel-Taxi (AST) ist noch Thema beim ÖPNV in der Marktgemeinde.

Wie Bürgermeister Christoph Schmid in einem Gespräch kürzlich sagte, ist es für den Markt Holzkirchen von entscheidender Bedeutung, einen attraktiven ÖPNV zu schaffen, der von der Bevölkerung sowie Ein- und Auspendlern angenommen wird. Dazu wurden die bisherigen drei Ortsbuslinien komplett neu geplant und auf eine reduziert. Ergänzt werden soll die Linie mit einem Rufbussystem.

Wie Schmid bekräftigte, wurde die Neuausrichtung des Holzkirchner ÖPNV-Angebots eng mit den Verkehrsexperten beim Landratsamt abgestimmt. Dies sei auch wichtig, damit sich das System mit der kürzlich im Kreisentwicklungsausschuss besprochenen Attraktivitätssteigerung des Anruf-Sammel-Taxis (AST) ergänzen kann.

Bisher gab es in Holzkirchen drei Ortsbuslinien und das AST. Für die Buslinien war die Marktgemeinde bis Ende August 2020 Genehmigungsinhaber. Danach wechselte die Aufgabenträgerschaft aus rechtlichen Gründen an den Landkreis. Damit war die Behörde auch für die fällige Neuausschreibung verantwortlich. Wobei hier auch zusätzliche ÖPNV-Leistungen ausgeschrieben werden können, sofern die Gemeinde die entstehenden Kosten trägt.

Eine Linie im 30-Minuten-Takt für Holzkirchen

Wie Standortförderin Eva-Maria Schmitz schon mehrmals in öffentlichen Sitzungen berichtete, fanden deswegen bereits zahlreiche Vorbesprechungen und Abstimmungen mit dem Landratsamt und dem Gemeinderat statt. Schließlich wurde entschieden, dass für den Ortsbus ab September 2022 nur noch eine Linie ausgeschrieben wird, die im 30-Minuten-Takt vor allem die Pendler vom Bahnhof in die Gewerbegebiete bringt.

Damit Fahrten mit dem eigenen Auto reduziert werden können, müsse, wie der Rathauschef sagte, der ÖPNV aber für alle Holzkirchner attraktiv, innovativ und flexibel sein. „Wir wollen ein Angebot schaffen, das auf die Bedürfnisse Holzkirchens ausgerichtet ist, tatsächlich genutzt wird und langfristig einen Mehrwert bringt“, ergänzte Schmitz.

Angedacht ist dazu ein Rufbus als sogenanntes On-demand-System. Dazu wurde das Planungsbüro „door2door“ beauftragt, das gemeinsam mit Vertretern des Gemeinderats und Ehrenamtlichen mögliche Betriebsparameter definiert hat. Diese müssen nun noch mit dem Landratsamt Miesbach und dem Marktgemeinderat abgestimmt werden.

Holzkirchen als Impulsgeber in Sachen ÖPNV

Das AST soll attraktiver und durch den Landkreis Miesbach, ab Anfang 2022 neu ausgeschrieben, weitergeführt werden. Das Angebot in Holzkirchen soll spätestens ab September 2022 zur Verfügung stehen. Wobei Schmitz meinte, dass eine frühere Einführung für Holzkirchen auch gut vorstellbar sei.

Abschließend meinte Bürgermeister Schmid, der den Markt Holzkirchen gerne auch als Impulsgeber für einen neu zu denkenden ÖPNV im Landkreis sieht: „Wichtig ist, dass sich die Systeme ergänzen und es einen insgesamt funktionsfähigen und effektiven ÖPNV gibt.“ hac

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