Landkramerplatz im Visier

Dieses historisches Kleinod möchte Otterfing aufhübschen

Landkramerplatz in Otterfing
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Der Landkramerplatz in Otterfing ist seit vielen Jahren eine unansehnliche Schotterwüste. Nun soll ein Büro die gestalterische Planung für eine attraktive Neugestaltung übernehmen.

Otterfing – Der Landkramerplatz in Otterfing bietet keinen schönen Anblick. Die Kommune hat nach einem Beschluss im Gemeinderat Pläne für das Areal.

Mit den Attributen grottenschlecht und miserabel wurde der aktuelle Zustand des Landkramerplatzes in der jüngsten Sitzung des Otterfinger Gemeinderats behaftet. Ideen, den an der Ecke Bahnhofstraße/Landkramerweg gelegenen unansehnlichen Platz zu verschönern, gibt es schon seit über 20 Jahren. Passiert ist allerdings nichts. Deswegen einigte sich das Gremium nun darauf, ein unabhängiges Büro zu beauftragen, all diese Vorschläge zu sichten und daraus ein stimmiges Konzept zu erarbeiten und vorzulegen.

„Auch wenn der Landkramerplatz nicht auf der Prioritätenliste steht, hat er eine Historie und etwas Besseres verdient“, eröffnete Bürgermeister Michael Falkenhahn den Tagesordnungspunkt. Dazu wusste schon Georg Schlickenrieder (CSU) in der vorbereitenden Bauausschusssitzung zu berichten, dass auf dem Platz 1891 eine Linde zu Ehren des 70. Geburtstags des damaligen Prinzregenten Luitpold von Bayern gepflanzt wurde. Außerdem soll unter der hässlichen Schotterfläche ein alter Brunnen sein, von dem eventuell noch Reste vorhanden sind und der Bestandteil eines neu gestalteten Ensembles werden könnte.

Unabhängiger Blick auf Skizzen und Pläne

Das Potenzial des Platzes hob auch Hubert Baldauf (Grüne) hervor. Er wünschte sich, dass dessen Bild künftig nicht nur von der To-go-Gastronomie bestimmt werde. Der Vorschlag von Vizebürgermeister Gerhard Heimerer (CSU), die Anwohner mit einzubeziehen, wurde allgemein begrüßt. „Ich habe Probleme damit, ein Büro zu beauftragen, ohne dass wir uns im Gemeinderat einig sind, was wir wollen, und dann den 25. Vorschlag auf den Tisch bekommen. Wenn wir das vorher konkretisieren, bin ich aber schwer dafür, das endlich in Angriff zu nehmen“, meinte Robert Schüßlbauer (CSU) auch im Hinblick auf den Haushalt.

Bauamtsleiter Hubert Zellner empfahl deswegen auf die bisherigen Skizzen und Planungen einen unabhängigen Blick werfen zu lassen und daraus einen besten Vorschlag zu erarbeiten. Dabei sollen unbedingt auch die Verkehrsflächen auf und um den Platz einbezogen und eine Kostenschätzung abgegeben werden. Zur Frage von Maria Dießl (CSU), von welchem Zeitraum die Rede sei, meinte der Rathauschef: „Wenn wir wissen, was wir wollen, können wir den Landkramerplatz zunächst als geplantes Projekt in die Prioritätenliste aufnehmen, ohne es fix zu terminieren.“

Studenten sollen Ideen liefern

Um Kosten einzusparen, schlug Johann Killer (FW) vor, Studenten der bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau zu involvieren und von ihnen Vorschläge erarbeiten zu lassen. Außerdem sollte abgeklopft werden, welche Fördermittel zur Verfügung stehen. Damit Fördergelder fließen braucht es aber laut Zellner zuerst einmal eine anständige Planung.

Einstimmig beschloss das Gremium daher, dass ein Büro bestehende Skizzen sichten und eine gestalterische Planung vorlegen soll. Die Abrechnung wird über Stundensätze geregelt. Wie Thomas Hogger (Grüne) feststellte, sei es eine gute Entscheidung, lebenswerte Plätze zu schaffen: „Wir sollten da zügig vorangehen.“ hac

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