Firmprojekttage gestartet

Kleine Gesten: Nächstenliebe hautnah erleben in Otterfing

Junge Firmlinge lernen bei den Projekttagen, wie man mit einfachen Mitteln anderen eine Freude machen kann.
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Junge Firmlinge lernen bei den Projekttagen, wie man mit einfachen Mitteln anderen eine Freude machen kann.

Otterfing – Mit kleinen Gesten Großes bewirken: Wie das geht zeigen die Firmprojekttage zum Thema „Nächstenliebe hautnah erleben“ in Otterfing.

Der Auftakt zu fünf Firmlingsprojekttagen mit 260 Firmlingen hat jüngst in Otterfing stattgefunden. In der Pfarrei waren 50 Firmlinge unterwegs, um unter anderen für die Tafel in Holzkirchen haltbare Lebensmittel zu sammeln. „Ein tolles Gefühl, anderen helfen zu können“, beschrieben viele Firmlinge den Tag der praktischen Nächstenliebe.

Neben dem Sammeln der Lebensmittel durften sich die Jugendlichen in die Situation von behinderten oder alten Menschen hineinversetzen und dadurch am eigenen Leib spüren, wie sich hilfsbedürftige Menschen im Alltag fühlen. Auch mit Rollstühlen sollten die Firmlinge eine bestimmte Wegstrecke zurücklegen oder sich als vermeintlich Blinde an verschiedenen Aufgaben versuchen.

Sieht komisch aus, hilft aber, sich in die Lage hilfloser Menschen zu versetzen: eine Alterssimulation.

Überrascht waren zahlreiche Jugendlichen über die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung. So konnten sie sechs Körbe gefüllt mit Nudeln und Dosen der Tafel übergeben. Die ehrenamtlichen Helfer der Tafel berichteten, dass viele Menschen das Angebot in Anspruch nehmen. Diese Informationen gingen den Jugendlichen ans Herz und sie begriffen, wie wenig Zeit man persönlich aufbringen muss, um anderen Menschen zu helfen oder eine Freude zu bereiten. Es zeichnete sich bei vielen Firmlingen ab, dass der Projekttag ein besonderes Erlebnis war, das sie so schnell nicht vergessen würden.

Gemeinsam mit den Eltern wurde das Ergebnis des Projekttages besprochen.

Mit dem Caritas-Firmprojekttag erhielten die Jugendlichen einen lebendigen Eindruck davon, mit welchen Situationen Menschen mit Handicap im Alltag zurechtkommen müssen. Der Blick der jungen Menschen öffnete sich dahingehend, dass es oft die kleinen Gesten sind, die einem Menschen das Leben bereits erleichtern können. Abgerundet wurde der Tag des praktischen Christseins mit einem lebendigen Gottesdienst. In den nächsten Wochen sind zahlreiche Firmlinge in weiteren Pfarreien unterwegs, um ihre praktischen Erfahrungen in tätiger Nächstenliebe zu sammeln – so in Waakirchen, Schliersee, Gmund und Miesbach. ksl

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