Plan für Pitzarweg

Otterfinger Gemeinderat stimmt neuem Vorhaben für 36 Wohneinheiten zu

Um die wegen Corona nötigen Abstände einzuhalten, fand die jüngste Sitzung des Otterfinger Gemeinderats in der Aula der Schule statt. Die Zahl der Zuhörer war auf sieben beschränkt.
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Um die wegen Corona nötigen Abstände einzuhalten, fand die jüngste Sitzung des Otterfinger Gemeinderats in der Aula der Schule statt. Die Zahl der Zuhörer war auf sieben beschränkt.

Otterfing – Mit einem Beschluss im Gemeinderat ist der Plan für den Pitzarweg in Otterfing abgesegnet. Dort sollen 36 Wohneinheiten entstehen.

Um die nötigen Abstände aufgrund des Coronavirus einzuhalten, wurde die jüngste Sitzung des Otterfinger Gemeinderats kurzerhand in die Aula der Schule verlegt. Nötig machten die Beratung nicht zuletzt dringend anstehende Bauangelegenheiten. Unter anderem sprach sich das Gremium mit 12:3 Stimmen für mehr Wohnraum am Pitzarweg aus.

Wo einst Autowracks standen, soll nach den Vorstellungen des Gemeinderats bezahlbarer Wohnraum entstehen. Wie Bürgermeister Jakob Eglseder sagte, soll das vor allem Otterfingern zugute kommen. Weil der neue Bauträger statt der dort bisher genehmigten 22 Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften 36 Reihenhäuser und Doppelhaushälften hinstellen möchte, musste dazu erst einmal der Bebauungsplan geändert werden.

Die bebaute Grundfläche von knapp 2.000 Quadratmetern wächst zu den alten Plänen allerdings kaum an, weil die Wohneinheiten kleiner ausfallen. Einer weiteren Versiegelung und Verhüttelung, wie Bauamtsleiter Heinz Hirz es ausdrückte, werde durch den Verzicht auf Garagen oder Carports Einhalt geboten. Die Autos sollen in einer Tiefgarage untergebracht werden. Zusätzlich sind oberirdisch 32 Parkplätze für Besucher und Bewohner vorgesehen. Als Novum in Otterfinger Bauplänen wurden erstmals Fahrradstellplätze mit aufgenommen. In einer Form ähnlich Carports mit begrünten Flachdächern sollen 70 Fahrräder Platz finden.

Das Mehr an Wohnungen bringe aber, wie Roberto Sottanelli (SPD) sagte, auch Probleme: „Mit 28 Wohnungen wäre ich einverstanden, mit 36 wird es zu einer deutlichen Zunahme des Straßenverkehrs kommen. Außerdem kosten Tiefgaragen zusätzliches Geld, das sich nicht jeder leisten kann.“ Den Wohnraum am Pitzarweg derart zu verdichten, ist daher nach Sottanellis Meinung die falsche Entscheidung. Das ließ wiederum Bauamtsleiter Hirz so nicht stehen und erinnerte die Gemeinderäte an die Wohnraumproblematik, vor der auch Otterfing steht: „Wir müssen uns was einfallen lassen. Und besser ist es, im Innenraum zu verdichten, als im Außenraum.“

Hubert Baldauf (Bündnis 90/Die Grünen) wollte noch wissen, ob es sinnvoll ist, den Bauträger bei der Energieversorgung etwa in Form eines Blockheizkraftwerks in die Pflicht zu nehmen. Stefan Burgmayr (FWO) hatte so seine Zweifel, ob die künftigen Anwohner ihr zweitliebstes und teures Hobbygerät in einem offenen Verschlag unterstellen möchten oder diese Carports nicht besser verschalt sein sollten. Beide Vorschläge sollen, wie Hirz sagte und vermerkte, in die weiteren Überlegungen für das Bebauungsplanverfahren einfließen.

Gegen die Stimmen der SPD-Fraktion segneten die Gemeinderäte aber erst einmal ab, dass der Bebauungsplan geändert werden kann. Somit ist der Weg frei für die nächsten Schritte. hac

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