Für Rappelkiste und Schwalbennest

Otterfinger Gemeinderat gibt mehr Geld für Mittagsbetreuung

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Für rund 200 Otterfinger Grundschulkinder stellen zwei Vereine 130 Mittagsbetreuungsplätze zur Verfügung. Damit dieses Angebot aufrechterhalten bleiben kann, schießt die Gemeinde einen nicht unerheblichen Geldbetrag zu.

Otterfing – Der Gemeinderat gibt mehr Geld für die Mittagsbetreuung in den beiden Einrichtungen "Rappelkiste" und "Schwalbennest".

Wenn in einer Gemeinde für 200 Schulkinder über 130 Mittagsbetreuungsplätze angeboten werden, kann sie sich glücklich schätzen. So ist es auch in Otterfing. Deswegen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung auch einstimmig beschlossen, den beiden Einrichtungen „Rappelkiste“ und „Schwalbennest“ mehr Geld zu bewilligen.

Um die Liquidität zu sichern, bat Matthias Plück, Vorsitzender des Vereins „Rappelkiste“, darum, den jährlichen Salär von 10.000 Euro auf 14.440 Euro zu erhöhen. Zwar habe der Verein, der mit zwölf Mitarbeitern 72 Kinder betreut, bereits Geld eingespart, indem der Dienstplan optimiert und im vergangenen Jahr darauf verzichtet wurde, Spielsachen zu kaufen, aber die Lohnerhöhungen waren überfällig, wie Plück sagte. Die letzte gab es 2016. Da zudem einige Kosten wie die für das Ferienprogramm nicht immer abschätzbar sind und eine gewisse finanzielle Sicherheit notwendig machen, benötigt die Rappelkiste mehr Geld. „Gute Kinderbetreuung hat halt nun mal auch ihren Preis“, meinte Plück.

Der Faktor Personalkosten macht auch dem Verein Schwalbennest zu schaffen, der wie die Rappelkiste seine Räume im Schulhaus hat. Wie Finanzvorstand Victor Norrefeldt schilderte, hat sich der Verein bisher ausschließlich mit Minijobs beholfen. Um die 62 Kinder aber weiterhin optimal zu betreuen, braucht das Schwalbennest eine fest angestellte Fachkraft. Das macht Mehrkosten in Höhe von rund 25.000 Euro jährlich aus. Entsprechend höher fiel dann auch der Zuschussantrag aus. Von bisher ebenfalls 10.000 Euro bat der Verein um eine Erhöhung für dieses Jahr auf insgesamt 23.000 Euro und für 2021 auf 18.000 Euro. Wie Norrefeldt sagte, wird in diesem Zeitraum auch das Betreuungsgeld von momentan monatlich 80 Euro stufenweise auf 105 Euro und damit auf das Niveau der Rappelkiste angehoben.

Bürgermeister Jakob Eglseder hob explizit das hohe Engagement der Eltern hervor und stellte zudem fest: „Mit der hohen Abdeckung an Mittagsbetreuungsplätzen sind wir Vorreiter im Landkreis. Darüber können wir froh sein – und das sollten wir uns auch etwas kosten lassen.“ Beiden Anträgen stimmte der Gemeinderat schließlich einstimmig zu. hac

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