Busfahrer statt Flüchtlinge

Otterfing: Neue Nutzung für Flüchtlingswohnheim beantragt / Knackpunkt Parkplätze

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Grundsätzlich ist der Gemeinderat mit der Umnutzung des Flüchtlingswohnheims einverstanden. Ein genaues Augenmerk wird allerdings noch auf die Parkplatzsituation gelegt.

Otterfing – Für das leerstehende Flüchtlingswohnheim an der Palnkamer Straße in Otterfing hat der Eigentümer neue Pläne. Zukünftig soll das Gebäude als Arbeiterwohnheim genutzt werden. In erster Linie möchte ein regionales Busunternehmen dort seine Fahrer unterbringen. Grundsätzlich erteilte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die Nutzungsänderung einstimmiges Einverständnis. Bauschmerzen hatte das Gremium nur bezüglich der ausgewiesenen Parkplätze.

Als Hintergrund erläuterte Bauamtsmitarbeiterin Sabine Hüppe eingangs, dass der Busunternehmer vorrangig seine Fahrer unterbringen möchte, die oft aus Osteuropa stammen. Wie Vizebürgermeisterin Ulrike Stockmeier (FWG) erläuterte, wurde dem Antragsteller bereits eindeutig klar gemacht, dass die Gemeinde es keinesfalls dulde, dass die Palnkamer Straße zum Abstellplatz für Busse wird. Da soll aber, wie sie sagte, keine Gefahr bestehen: „Wie der Busunternehmer versicherte, sollen die Fahrer nicht mal mit ihren eignen Autos vorfahren, sondern hierher gebracht werden.“ Stockmeier leitete die Debatte, weil die Unterkunft neben dem Wohnsitz von Bürgermeister Jakob Eglseder liegt.

Gleichwohl ist der Grundstücksbesitzer verpflichtet, für die Nutzungsänderung 17 Parkplätze vorzuhalten. Die wurden gemäß des vorgelegten Plans vorrangig entlang der Palnkamer Straße und um das Gebäude nachgewiesen. Bei zweien hegt das Bauamt aber Bedenken, ob die überhaupt anzufahren sind. Stefan Burgmayr (FWG) wies zudem darauf hin, dass die Unterkünfte nach der Nutzungsänderung ja nicht nur von Busfahrern, sondern auch von Handwerkern auf Montage bezogen werden könnten: „Die sind meist mit großen Kastenwägen unterwegs. Deshalb sollten die Parkplätze groß genug sein, dass die Fahrzeuge nicht auf die Straße ragen.“

Daher nahm der Gemeinderat in den einstimmig gefassten Beschluss mit auf, dass das Landratsamt gebeten wird, speziell hinsichtlich der Stellplätze am Gebäude, wie Hüppe es trefflich formulierte, „ein Auge darauf zu haben.“ hac

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