Entlang der A8 bei Otterfing

Neue Pläne für Windpark im Hofoldinger Forst

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Falls Windräder im Hofoldinger Forst effektiv zum Einsatz kommen könnten, wollen die Gemeinden Otterfing, Sauerlach, Brunnthal und Aying die Hand darauf haben.

Otterfing - Die Planungen für das Windpark-Projekt sollen wieder intensiviert werden. Doch genügt der Wind an der A8 dafür?

Wie die Arbeitsgemeinschaft Windenergie Hofoldinger Forst (ARGE) mitteilte, möchte sie ihre Planungen für einen kleinen Windpark entlang der Autobahn A8 intensivieren. Eines der vier geplanten Windräder könnte in Otterfing stehen.

Das Thema Windkraft gewinnt nicht zuletzt mit der Ankündigung der bayerischen Staatsregierung, in den Staatsforsten neben den bereits bestehenden 101 Windrädern 100 weitere zu errichten, wieder an Aktualität. Damit Standorte im Hofoldinger Forst nicht in die Hände von Großinvestoren fallen, haben sich die Gemeinden Otterfing, Sauerlach, Brunnthal und Aying bereits 2013 in der ARGE zusammengeschlossen. 2016 traten dann auch die Landkreise Miesbach und München bei. So möchten die vier Rathäuser Planungshoheit behalten, wenn es darum geht, dass in ihren Gemeinden Windkraftanlagen errichtet und vermarktet werden sollen.

Nach den Vorstellungen der ARGE könnten sich Bürger an den Anlagen in einer Art Genossenschaftsmodell beteiligen; die Wertschöpfung bliebe so in den Gemeinden. Notwendig ist dazu neben Standortsicherungsverträgen mit den Staatsforsten auch die Prüfung, ob der Wind im Hofoldinger Forst auch wirklich ausreichend weht. Es hieß zwar viele Jahre lang, dass eine solche Form der Energiegewinnung in diesem Areal nicht wirtschaftlich sei, weil zu wenig Wind wehe, allerdings sind inzwischen leistungsfähige Anlagen für Schwachwindstandorte auf dem Markt. Laut Pressemitteilung kommt die ARGE daher zu dem Schluss, dass die wirtschaftliche Erzeugung von Windstrom im Hofoldinger Forst grundsätzlich möglich sein müsste.

Zum aktuellen Sachstand meinte Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder: „Eine charmante Idee, nicht nur, weil sie einen Beitrag zur Energiewende leisten würde, sondern sich daran auch unsere Bürger beteiligen könnten. Leider ist noch keine abschließende Entscheidung zur Aufstellung der Windräder getroffen worden.“ Ein detailliertes Windgutachten und eine spezielle artenrechtliche Prüfung sollen aussagefähige Daten für die weiteren Schritte liefern. hac

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