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Senioren-Wohnprojekt beschäftigt Otterfinger Gemeinderat

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Nach einem Gemeinderatsbeschluss soll auf der Thomawiese ein Wohnprojekt mit bezahlbaren Mieten entstehen. Derzeit laufen dazu Gespräche mit verschiedenen Stellen. In der Bevölkerung regt sich allerdings vereinzelt Widerstand gegen den Standort.

Otterfing – Im Gemeinderat wurde über den aktuellen Stand des Senioren-Wohnprojektes berichtet. Inzwischen liegen auch zwei Schreiben von Bürgern vor, die das gerne an anderer Stelle sehen würden.

Im Juli hat der Otterfinger Gemeinderat beschlossen, ein Wohnprojekt mit bezahlbaren Mieten für Senioren und Familien auf der Thomawiese zu planen. Wie Geschäftsleiter Markus Stark mitteilte, haben inzwischen Gespräche mit der auf solche Projekte spezialisierten Maro-Genossenschaft und der Baugenossenschaft Wolfratshausen als mögliche Projektpartner stattgefunden. Daran haben, wo terminlich möglich, Vertreter des Arbeitskreises Soziales teilgenommen.

Außerdem hat die Gemeinde Kontakt mit der Koordinationsstelle Wohnen im Alter aufgenommen. Von dieser durch das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderten Stelle wurde signalisiert, dass voraussichtlich für die Januarsitzung ein Konzeptentwurf vorgelegt werden soll.

Des Weiteren schauten sich Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) und mehrere Gemeinderäte kurz nach dem Sitzungstermin das Seniorenzentrum in Schechen an. Wie Eglseder sagte, wurde das Projekt im Nachbarlandkreis Rosenheim von der Gemeinde in Eigenleistung realisiert. Über die dort gewonnenen Erkenntnisse möchte die Abordnung den Gemeinderat demnächst informieren.

Senioren-Wohnprojekt in Otterfing: Thomawiese erhalten

Zwischenzeitlich liegen der Gemeinde auch zwei Schreiben von Bürgern vor, die im Kern darum bitten, den Standort Thomawiese nochmal zu überdenken. Beide kommen zu dem Schluss, dass die Wiese beim Penny-Markt dafür besser geeignet wäre. „Darüber wird der Gemeinderat nochmal beraten müssen“, stellte Stark fest.

Florian Mündl bittet in dem auch der Redaktion vorliegenden Schreiben darum, „keinen weiteren Schnellschuss zu machen und dieses wichtige Thema dem nächsten Gemeinderat zu überlassen“. Die Thomawiese sollte laut Mündl als grüne Mitte Otterfings erhalten bleiben und stattdessen die Idee eines Vollsortimenters mit der Möglichkeit von altersgerechtem Wohnen auf der Penny-Wiese weiter verfolgt werden.

Außerdem hätte nach den Überlegungen Mündls der neue Gemeinderat die Möglichkeit, nochmal über ein Sport- und Freizeitheim an der Kreuzstraße in Otterfing nachzudenken und dieses nicht am Skaterplatz zu bauen. Mit der Vermarktung des dann frei werdenden Altstandortes am Nordring wäre das auch finanzierbar und würde, wie Mündl meint, auch den Geist des Bürgerbegehrens achten, das zu einer „angemessenen und finanzierbaren Lösung“ rät. hac

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