Spontan 1.000 Stück übergeben

Corona-Krise im Landkreis: Otterfinger Firma spendet Atemmasken

Spendenübergabe unter besonderem Schutz: (v.l.) Christian Pölt vom Landratsamt Miesbach, Vermes-Geschäftsführer Jürgen Städtler und Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder.
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Spendenübergabe unter besonderem Schutz: (v.l.) Christian Pölt vom Landratsamt Miesbach, Vermes-Geschäftsführer Jürgen Städtler und Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder.

Otterfing – Ein Aufruf an die Belegschaft von Vermes-Microdispensing hat eine spontane Spende von 1.000 Atemmasken für den Landkreis Miesbach ergeben.

Vermes-Microdispensing, der in Otterfing ansässige Konzern zur Entwicklung und Herstellung von Mikrodosiersystemen, hat einen Hinweis von Bürgermeister Jakob Eglseder erhalten, dass dem Landkreis die inzwischen rar gewordenen Atemschutzmasken fehlen, obwohl alle bekannten Beschaffungswege angesteuert worden sind. Christian Pölt, Fachbereichsleiter Katastrophenschutz des Landratsamt Miesbach, weist darauf hin: „Wir als Untere Katastrophenschutzbehörde haben unter anderem die Aufgabe, alle im Landkreis Miesbach angesiedelten Hilfseinrichtungen beginnend beim Krankenhaus über die Altenheime und ambulanten Pflegedienste bis hin zu unseren Einrichtungen für behinderte Menschen mit Schutzmaterialien zu versorgen. Leider gibt die derzeitige Versorgungslage auf diesem Sektor nur wenige Kapazitäten zur Verteilung her.“ Ein viel zu großer Teil des zu deckenden Bedarfs bleibt für den Landkreis daher offen.

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Die Vermes-Microdispensing hat vom Mutterkonzern zum Schutz der in Deutschland arbeitenden Mitarbeiter Atemmasken aus China erhalten. „Wir brauchen Atemschutzmasken, um unseren Betrieb in den wichtigsten Bereichen wie Kundensupport aufrechtzuerhalten und die Sicherheit unserer Mitarbeiter nicht zu gefährden", erläutert Geschäftsführer Jürgen Städtler. Ein Aufruf an die Belegschaft, gerade derjenigen, die bereits im Homeoffice arbeiten und die Masken nicht in dem Umfang benötigen, ergab eine spontane Spende von 1.000 Stück für den Landkreis Miesbach.

„Ich bedanke mich vorab bereits im Auftrag unseres Hauses und der im Fokus stehenden Helfer in unserem Gesundheitssystem. Für jede weitere Hilfe von anderen hier ansässigen Unternehmen wären wir natürlich sehr dankbar", sagt Christian Pölt dazu.

Vermes-Microdispensing hat 2001 die Mikrodosiertechnologie revolutioniert, indem die Piezo basierende kontaktfreie MDS-3000-Serie eingeführt worden ist. Heute ist die Firma nach eigener Aussage Weltmarktführer, wenn es darum geht, innovative Mikrodosierkonzepte und ‐systeme für Klebstoffe, Silikone, Fette, Lösungsmittel und andere Flüssigkeiten zu entwickeln und zu produzieren.

Die Hochpräzisionsventile der MDS-3000-Series werden unter anderem in der Automobil‐ und Pharmaindustrie, für Smartphones, Fernseher, Lampen und Wafer sowie bei der automatisierten Fertigung von LEDs, Mikrosystemen, RFID‐Chips, Flüssigkristall‐Bildschirmen und vielen anderen elektronischen Bauteilen und Geräten verwendet. ksl

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