„Paradiesische Zustände“ in Holzkirchen

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ASSJA TERSEGLAV, Holzkirchen – Kaum zu glauben, was in einer Nacht und einem Tag alles zu schaffen ist. Am Dienstag hatte Investor Rainer Scherbaum die Presse zu einem Rundgang durch das neue Einkaufszentrum an der Rosenheimstraße geladen. Da wirkte das HEP noch wie eine Baustelle, am Mittwochabend, bei der Eröffnungsfeier, glänzte Holzkirchens neue Einkaufsmeile schon in ihrer ganzen Pracht. „Wenn man sich hier umschaut, fühlt man sich wie im Paradies. Kein Wunder, denn es herrschen paradiesische Zustände“, fühlte sich Landrat Jakob Kreidl sodann auch zu viel Lob inspiriert. Als „Glücksfall für Holzkirchen“ bezeichnete Bürgermeister Josef Höß die Familie Scherbaum, die nun gemeinsam mit den 14 Mietern des HEP auf viel Zuspruch von der Bevölkerung hofft. „Ich bin überzeugt, dass wir einen Standort für die ganze Familie geschaffen haben“, erklärte Rainer Scherbaum seinen rund 200 geladenen Gästen am Vorabend zur offiziellen Eröffnung. Besonders freut sich der Investor über den gelungenen Mietermix, den er allerdings nicht als Konkurrenz zum Einzelhandel im Holzkirchner Ortskern verstanden wissen will. Seine Erfahrung, schließlich ist Scherbaum schon seit 20 Jahren im Geschäft, habe gezeigt, dass Einkaufszentren wie das HEP den Ort vielmehr stärkten. Ein Problem würden unter Umständen nur die Holzkirchner Geschäfte bekommen, „die sich ohnehin nicht um ihr Zeug gekümmert haben“. Auch Peter Leigeb vom Expert-Technikmarkt glaubt, dass die Sorgen der Holzkirchner Einzelhändler unbegründet sind. „Wir sind keine Gegner, sondern Partner des innerörtlichen Einzelhandels.“ Profitieren werden auf jeden Fall die Holzkirchner Bürger von ihrem neuen Einkaufszentrum. Neben dem Lebensmittelgeschäft Edeka und dem Technomarkt Expert ziehen vor allem Bekleidungsgeschäfte, ein Haushaltswarenladen, ein Drogeriemarkt und eine Apotheke ein (lesen Sie dazu in der nächsten Ausgabe mehr). Auf das Restaurant „Wok Tempel“ müssen sie allerdings noch ein wenig warten, der Ausbau des Restaurants dauert noch zwei bis drei Wochen. Für Stärkung ist während des Einkaufens dennoch gesorgt. Eine Tagesbar im Herzen des Einkaufszentrums bietet Kaffee und kleine Schnacks, während man sich in der nebenan liegenden Lounge ausruhen kann. Drumherum sind die Geschäfte angesiedelt. Herzstück sind allerdings die zwei stufenlosen Rolltreppen, die den Besucher von einem der 430 überdachten Parkplätze mitten ins Geschehen bringen. Rund 23 Millionen Euro hat der Grünwalder Unternehmer Scherbaum ins HEP investiert. Einen Teil davon verschlang allein die Altlastensanierung des Geländes. Zudem kamen rund 75 Prozent der Handwerker, die am Bau des Einkaufszentrums beteiligt waren, aus der Region. Und das HEP wird auch weiterhin für Beschäftigung sorgen. Um die 200 Menschen werden von nun an in der Rosenheimerstraße 21 arbeiten.

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