Dachsanierung abgeschlossen

Pfarrkirche St. Dionysius in Neukirchen erhält besonderen Schlussstein

Pfarrkirche St. Dionysius in Neukirchen bei Weyarn
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Verlegen den Schlussstein an der Pfarrkirche St. Dionysius in Neukirchen: Kristina Becker vom Staatlichen Bauamt in Rosenheim und Spenglermeister Stefan Lex.

Weyarn – Mit der letzten Schieferplatte ist das Dach der Pfarrkirche St. Dionysius in Neukirchen nun fertig saniert. Es ist nicht die einzige Besonderheit an dem Gotteshaus, die Spenglermeister Stefan Lex und seine Mitarbeiter umgesetzt haben.

1472 wurde die Pfarrkirche St. Dionysius in Neukirchen bei Weyarn erbaut und seitdem im Wandel der Zeit immer wieder verändert. Seit März 2020 wird die spätgotische Kirche umfangreich saniert. Mit dem Einbau der letzten Schieferplatte ist nun das Dach fertiggestellt.

Kristina Becker ist beim Staatlichen Bauamt in Rosenheim, das auch im Landkreis Miesbach wirkt, zuständig für die Sanierungsmaßnahme und nagelte jüngst den Schlussstein am First an der Nordseite des Kirchendaches mit wenigen Schlägen fest. Spenglermeister Stefan Lex von der Hans Lex Spenglerei und Dachdeckerei hatte diesen zuvor eigenes von Hand graviert: „Pfarrkirche St. Dionysius, Außeninstandsetzung, Juli bis November 2020, Staatliches Bauamt Rosenheim“ ist darauf zu lesen.

„Da die bestehende Dachdeckung eine Schadstoffbelastung aufwies, musste sie komplett abgebrochen und fachgerecht entsorgt werden“, erklärt Kristina Becker. „Insgesamt wurden ganz genau 18.970 Naturschieferplatten auf dem Hauptkirchenschiff, der Apsis und den Anbauten verlegt. Anders als am First wurden die Platten des übrigen Daches nicht genagelt, sondern mit Klammern – sogenannten Einschlaghaken – befestigt und dann übereinander geschoben.“

Dabei ging die Spenglerei nach einem genauen Verlegeplan vor, erläutert Spenglermeister Stefan Lex, der diesen Plan gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim ausgearbeitet hat. „Wir haben die Farben der noch bestehenden Ornamentik auf dem Hauptkirchenschiff aufgegriffen und die blauen, roten und grünen Schieferplatten im historischen Muster über das Dach verlegt.“

Blaue, rote und grüne Schieferplatten wurden im historischen Muster über das Dach Pfarrkirche St. Dionysius in Neukirchen verlegt.

Nun, da das Dach fertig gedeckt ist, kann auch das Wetterschutzdach rückgebaut werden. Das übrige Arbeitsgerüst bleibt für die weiteren Arbeiten noch stehen. „In einem nächsten Schritt wird nun der Putz, vor allem an der Westseite der Kirche großflächig erneuert, da dieser witterungsbedingte Feuchtschäden aufweist“, erklärt Kristina Becker. Die entsprechenden Vorarbeiten dafür haben bereits begonnen. Im Frühjahr 2021 werden die abschließenden Putz- und Malerarbeiten ausgeführt.

Der Freistaat Bayern investiert in den Erhalt der spätgotischen Kirche mindestens 700.000 Euro. Er ist Baulastträger von St. Dionysius im Pfarrverband Weyarn und trägt daher die überwiegenden Kosten der Außeninstandsetzung in Neukirchen. Das Staatliche Bauamt Rosenheim rechnet damit, dass die derzeit geplanten Sanierungen voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 abgeschlossen werden können. ksl

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