Neuer Arbeitskreis in Miesbach

Ein Plan für Kinderbetreuung: Stadtrat beschließt Containerlösung und weiteres Vorgehen

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Die Wohncontainer für Asylbewerber sind weg. Nun lässt die Stadt an der Waitzinger Wiese einen provisorischen Kindergarten bauen.

Miesbach – Fehlende Kinderbetreuungsplätze haben die Kreisstadt in Zugzwang gebracht. Eine Containerlösung auf der Waitzinger Wiese soll kurzfristig den Bedarf decken. Damit Miesbach nicht nochmal durch eine Lücke wie in diesem Jahr in Bedrängnis gerät, hat der Stadtrat am vergangenen Donnerstag eine Reihe von Maßnahmen beschlossen.

Für Vize-Bürgermeister Paul Fertl (SPD), der die Sitzung leitete, ist klar, „dass wir mit den vier Gruppen in den Containern nicht aus dem Schlamassel raus sind“. Nun gelte es nach vorne zu schauen, „wie wir das bewältigen können“. Eine große Rolle wird dabei das Kinderhaus im ehemaligen Kloster spielen. Wegen des aufwändigen Umbaus des denkmalgeschützten Gebäudes ist eine rasche Realisierung aber nicht zu erwarten. Da könnte es mit dem bereits diskutierten Anbau schneller gehen. „Wir können jetzt agieren und nicht nur reagieren“, plädierte etwa Verena Assum (CSU) dafür, weiter zu planen, selbst wenn der Um- und der Anbau kommen. „Wir brauchen den zusätzlich“, glaubt Fertl.

Zahlen und Fakten dazu soll die Fortschreibung der 2016 vorgelegten Kinderbetreuungsstudie liefern. Die Kosten dafür belaufen sich auf 11.900 Euro, der Stadtrat stimmte der Auftragsvergabe an die MUC Consulting einhellig zu. Außerdem soll sich künftig ein Arbeitskreis mit dem Thema Kinderbetreuung in der Stadt befassen. Diesen zu installieren hat der Stadtrat gegen vier Stimmen beschlossen. Neben Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Vertretern der Stadtratsfraktionen und der Verwaltung sollen bei Bedarf Eltern und Vertreter der bestehenden Betreuungseinrichtungen in dem Gremium mitarbeiten. Die jetzt erforderlichen Betreuungsplätze sollen in erster Linie auf der Waitzinger Wiese entstehen. Fertl ist zuversichtlich, dass dort im November vier Gruppen einziehen können. Astrid Güldner machte klar, dass das nur ein Provisorium sein kann. Ihr Ziel: „So schnell wie möglich wieder raus aus den Containern.“ Michael Lechner (FW) plädierte zudem für einen weiteren Waldkindergarten im Miesbacher Stadtwald. „Das lässt sich zügig realisieren“, sagte er. Parallel wird der Anbau am Kloster – auch eine Fertigbauweise ist denkbar – geprüft. „Und wenn der Bedarf festgestellt wird und wir eine Förderung bekommen, machen wir‘s“, betonte Franz Mayer (CSU). Dagegen stimmten drei Räte. ft

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